Kinderwagen im Warentest: Das sind die Sieger und Verlierer

24. Februar 2017 - 17:44 Uhr

Erschreckend hohe Schadstoffwerte bei Kinderwagen

Stiftung Warentest hat Kombi-Kinderwagen unter die Lupe genommen – mit erschreckenden Ergebnissen. Vier der getesteten Produkte waren deutlich mit Schadstoffen belastet, darunter der über 1.000 Euro teure Bugaboo. Aber es gibt auch gute Produkte.

Nicht alle Funktionen überzeugten im Kinderwagen-Test

Es gibt schöne Dinge, die ein Kind besser nicht anfassen sollte. In diesem Fall ist die Rede vom neuen Kunstledergriff des Bugaboo Buffalo. Darin fand die Stiftung Warentest nämlich eine deutliche Menge Tris-Dichlorpropylphosphat - ein Flammschutzmittel, das krebserregend sein soll. Bei der Untersuchung von Kinderwagen nimmt Stiftung Warentest die Grenzwerte von Kinderspielzeug als Richtwert, da die Kleinen an Teilen des Gefährts, wie eben den Griffen, nuckeln und lutschen. Diesen Wert übersteigt der Griff des Bugaboos um ein Vielfaches.

Beim Thema Sicherheit fällt der Knorr-Baby Noxxter durch. Denn der Sitz des Kinderwagens kann bei nicht perfekter Montage kippen, nachdem das Kind hereingesetzt wurde. Montiert man ihn rückwärts, kann sich das Kind die Arme quetschen. Andersherum kann der Nachwuchs aus dem Wagen fallen. Die Firma kündigte an, dies bei künftiger Produktion zu beachten und will kostenlose Nachrüstsets für die bereits verkauften Produkte anbieten, um die Kinderwagen zu sichern.

Das Gesamturteil im Kinderwagen-Test

Erstmals in einem Kinderwagentest überzeugten gleich drei Modelle mit Tragetaschen, die lang genug sind für Babys bis mindestens neun Monate: Joie, Naturkind und Joolz. Schlecht schnitten hier Hauck und Osann ab, deren Tragetaschen schon zu klein für fünf Monate alte Babys sind.

Der Liegecomfort bei ABC Design, Bugaboo, Joolz und Osann ist laut Stiftung Warentest nur eingeschränkt. Dies ist besonders bei den ganz Kleinen wichtig, da sich die Fähigkeit zu sitzen erst ab dem sechsten Lebensmonat entwickelt und die Babys vorher liegen sollten. Problematisch zu sitzen wird es danach bei dem getesteten Modell von Bergsteiger, dessen Sitzfläche deutlich zu lang ist und sich erst für Kinder ab 15 Monaten eignet. Ein Dilemma für Eltern: Zu groß für die Tragetasche, zu klein für den Sitz. Wie sollen sie ihr Kind transportieren?

Große Eltern können beim Schieben mit der Fußspitze an den Joolz, Moon und Osann anstoßen. Gut schneidet in der Sparte der Bugaboo ab. Beim Thema Transport konnten der Joie, der Joolz und der Wagen von Teutonia glänzen. Diese lassen sich besonders einfach zusammenklappen und wieder aufrichten.

Und das sind die vier Testsieger im Gesamturteil: Britax Go Big (Note 2,1, 995 Euro), ABC Design Condor (Note 2,2, 600 Euro), Joolz Geo Earth (Note 2,4, 500 Euro).

Die vier Verlierer: Teutonia Bliss (Note 4,7, 1.040 Euro), Bergsteiger Capri (Note 4,8, 400 Euro), Knorr Baby Noxxter (Note 5,0, 600 Euro), Bugaboo Buffalo (Note 4,6, 1,080 Euro).

Den ganzen Test gibt es bei Stiftung Warentest.

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