Bald wieder freie Fahrt für Fulda-Kapitäne

Die Stadtschleuse in Kassel wird neu gebaut

Blick auf die alte Stadtschleuse an der Fulda in Kassel. Seit 2016 ist das marode Bauwerk gesperrt. Foto: Swen Pförtner/dpa/Archivbild
Blick auf die alte Stadtschleuse an der Fulda in Kassel. Seit 2016 ist das marode Bauwerk gesperrt. Foto: Swen Pförtner/dpa/Archivbild
© deutsche presse agentur

26. Juli 2021 - 10:14 Uhr

Lästiges Hindernis verschwindet

Jahrelang war für Fulda-Kapitäne ab Kassels Unterneustadt Schluss mit Schippern. Die marode Stadtschleuse war außer Betrieb. Doch schon bald soll die Strecke in Richtung Hann.Münden wieder frei sein. Derzeit entsteht ein Ersatzbauwerk.

Prognose: Fertigstellung schon 2023

Die neue Stadtschleuse Kassel
Diese Grafik zeigt die neue Stadtschleuse in Kassel. Fertigstellung: voraussichtlich 2023
© Kasselwasser

In Kassel entsteht derzeit eine neue Stadtschleuse an der Fulda. Das alte Bauwerk ist schon seit 2016 nicht mehr in Betrieb. Weil der Bund es nicht mehr betreiben wollte, hat die Stadt Kassel den maroden Altbau im vergangen Jahr für einen symbolischen Euro gekauft. Jetzt entsteht eine neue Schleuse als Ersatz. Damit wird der Wasserweg auch für größere Boote in Richtung Hann.Münden wieder befahrbar. "Wir sind zuversichtlich, dass die Schleuse bis zum Mai 2023 fertiggestellt sein wird und der Wasserweg der Stadt damit wieder offen ist", sagte Oberbürgermeister Christian Geselle.

Bund, Land und Stadt teilen sich die Kosten

Zuvor hatten sich der Bund, die Stadt und das Land Hessen auf eine gemeinsame Finanzierung geeinigt. Danach übernimmt die Bundesrepublik Deutschland 50 Prozent der Kosten. Die Stadt Kassel und das Land Hessen teilen sich die andere Hälfte. 7,5 Millionen Euro Baukosten waren ursprünglich kalkuliert. Die Stadt geht aber nach eigenen Angaben davon aus, dass sie sich wegen der gestiegenen Bau- und Materialkosten voraussichtlich um 25 Prozent erhöhen. Die alte Schleuse dient laut Stadt als Baugrube, wird also zum Teil bei der Sanierung genutzt. Das benachbarte Wehr befindet sich weiterhin im Eigentum des Bundes.

dpa/ mva