RTL News>

Karl Lauterbach (SPD): Darum brauchen wir jetzt Corona-Regeln wie in Österreich

"Nur so gewinnen wir die Kontrolle zurück"

Karl Lauterbach fordert 2G-Regel "bundesweit und schnell"

Karl Lauterbach
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach
deutsche presse agentur

Deutschland steckt in der vierten Corona-Welle

In Sachsen gilt sie bereits, in ganz Deutschland wird sie viel diskutiert: Die 2G-Regel. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach ist starker Befürworter der Einführung und nimmt Österreich als Beispiel. Dort gilt die Regel seit dem heutigen Montag und zeigt laut dem Gesundheitspolitiker, dass dies Druck auf Ungeimpfte ausübe, die sich nun doch noch impfen lassen. „Wir brauchen 2G schnell, bundesweit und mit regelmäßigen strengen Kontrollen und Strafen. Nur so gewinnen wir schnell die Kontrolle zurück“, twittert Lauterbach.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen relevanten Inhalt der externen Plattformtwitter, der den Artikel ergänzt. Sie können sich den Inhalt einfach mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder ausblenden. Weitere Einstellungenkönnen Sie imPrivacy Centervornehmen.

In Österreich gilt nun 2G

In Österreich dürfen Menschen ohne Impfschutz nicht mehr in Restaurants essen gehen, Sportveranstaltungen besuchen oder Skilifte benutzen. Am Montag trat für viele Freizeitaktivitäten die sogenannte 2G-Regel in Kraft, nur mehr Geimpfte und von Covid-19 Genesene haben daher Zutritt.

Bislang haben mehr als ein Viertel der Menschen in Österreich ab 12 Jahren noch kein Impfzertifikat - das ist einer der Hauptgründe für die steil ansteigenden Fallzahlen und die sich füllenden Krankenhäuser. Die 2G-Regel gilt in Lokalen, bei Veranstaltungen, in Hotels sowie bei sogenannten körpernahen Dienstleistern wie Friseursalons oder Massagestudios.

Die Maßnahme war kurzfristig am Freitag angekündigt worden, um den steilen Anstieg der Infektionszahlen zu stoppen, die Überlastung von Krankenhäusern zu verhindern und die Impfrate zu erhöhen.

Die österreichische Polizei plant nun Schwerpunktaktionen etwa in der Gastronomie oder in Dienstleistungsbetrieben. Es sei aber wichtig, umsichtig vorzugehen und mit der Bevölkerung zusammenzuarbeiten, um die neue Regelung umzusetzen, sagte der konservative Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) und verwies auf die steigenden Impfzahlen.

Es sei ein Zeichen für die positive Anreizwirkung von 2G, „wenn jetzt die Impfbereitschaft zunimmt, weil es nett ist, im Lokal zusammensitzen, und weil es schön ist, am öffentlichen Leben teilzunehmen“. (dpa/jma)

Dieser Inhalt kann nicht angezeigt werden

Es tut uns leid,
bitte versuchen Sie es später noch einmal.