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Wegen Tierquälerei drohen der Frau zwei Jahre Haft

35 tote Hunde in Müllsäcken auf Anwesen gefunden

In Müllsäcken fanden Tierschützer 35 Hundekadaver.
In Müllsäcken fanden Tierschützer 35 Hundekadaver.
© Christa Valentin/ Facebook

06. Februar 2020 - 11:16 Uhr

Alle toten Hunde gehörten der Rasse Malinois

Tierschützer machten in Kärnten (Österreich) im vergangenen Juli eine schreckliche Entdeckung. Auf dem Anwesen einer Frau fanden sie 35 tote Hunde in 15 Müllsäcken. Bei allen handelte es sich um die Rasse Malinois, darunter waren auch sechs Welpen. Birgit S. soll jetzt der Prozess gemacht werden. Mit einer Petition fordern Tierschützer nun die Höchststrafe von zwei Jahren für Birgit S.

Jahrelang warnten Tierschützer vor der "Hundesammlerin"

Tierschützer sollen die Behörden schon 2014 vor der "Hundesammlerin" gewarnt haben.
Tierschützer sollen die Behörden schon 2014 vor der "Hundesammlerin" gewarnt haben.
© Christa Valentin/ Facebook

Für die Durchsuchung auf dem Grundstück bekamen die Tierschützer die Genehmigung vom Vermieter. Direkt am Eingang nahmen die Tierschützer einen Geruch der Verwesung wahr. "[…] Diesen Geruch habe ich im April gerochen und dachte das sei Hundekot", soll eine Dame, die beim Fund vor Ort gewesen sein soll, gesagt haben. Als Christa Valentin und andere Helfer mit einer Taschenlampe in ein kleines Kellerfenster leuchteten, sahen sie einen toten Hund. In Müllsäcken daneben befanden sich weitere Tiere.

Einige Hunde hatten wohl noch ihre Halsbänder getragen, ein Hund trug sogar noch einen Maulkorb. Direkt nach dem Fund benachrichtigten die Tierschützer die Polizei und einen Amtstierarzt. "Der Geruch nach Verwesung war unerträglich. Der Anblick der Tiere wird mich mein Leben lang verfolgen", erzählt Tierschützerin Christa Valentin. "Nachts quälen mich die Bilder der armen geschundenen Seelen und ich frage mich wirklich, wenn dort regelmäßig kontrolliert wurde, warum hat das KEINER bemerkt?"

Tierquälerin war selbst ernannte Tiertrainerin

Letzten Sommer machten Tierschützer eine schreckliche Entdeckung auf einem Anwesen in Kärnten (Österreich).
Letzten Sommer machten Tierschützer eine schreckliche Entdeckung auf einem Anwesen in Kärnten (Österreich).
© Christa Valentin/ Facebook

Bereits 2014 war die selbst ernannte Tiertrainerin den Behörden aufgefallen, weil sie ihre Tiere vernachlässigen sollte. Doch man fand keine handfesten Beweise, um ihr die Tiere wegzunehmen. Birgit S. schickte den Behörden immer wieder Fotos von gesunden Hunden und konnte so die Beamten täuschen.

Birgit S. drohen bis zu zwei Jahre Haft

Jetzt soll Birgit S. wegen Tierquälerei der Prozess gemacht werden. Tierschützer wollen mit einer Petition erreichen, dass Birgit S. wirklich die Höchststrafe von zwei Jahren bekommt. Damit wollen sie vor allem "ein Exempel setzen für alle geschändeten und gequälten Tiere in diesem Rechtsstaat".

Die 38-Jährige soll unter "Animal Hoarding" oder auch dem "Tier-Messie-Syndrom" leiden. Wenige Tage vor dem schrecklichen Fund konnten Tierschützer nach einer Verfolgungsjagd durch Kärnten elf Hunde verschiedener Rassen aus den Händen von Birgit S. retten. Für weitere 35 Hunde auf dem Anwesen kam jede Hilfe zu spät.

Birgit S. soll den Behörden schon 2014 aufgefallen sein.
Birgit S. soll den Behörden schon 2014 aufgefallen sein.
© Christa Valentin/ Facebook

Christa Valentins Appell: "Schaut nicht weg, zeigt auf, zeigt an. Es gab schon viele Fälle, die diesem ähnlich sind - das darf nicht sein!"

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