Ekelmuseum in Berlin

Junikäfer oder eingelegte Mäuse gefällig? Unser Reporter hat Hunger mitgebracht

07. Juni 2021 - 17:06 Uhr

Spezialität oder einfach nur eklig?

Sie haben richtig gelesen: Junikäfer, Gammelhai, Mehrwürmer oder Madenkäse sind zum Essen da! Sie sind nur einige von insgesamt 90 ungewöhnlichen Spezialitäten aus aller Welt, die zurzeit im Disgusting Food Museum in Berlin ausgestellt sind. RTL-Reporter Marc Chmiel war aber nicht nur zum Gucken da, sondern hat sich ordentlich am Buffet bedient. Ob die Kotztüte leer geblieben ist, sehen Sie in unserem Video.

Maden mampfen mit

Mäuse in Reiswein - eine Spezialität aus China.
Mäuse in Reiswein - eine Spezialität aus China.
© RTL

Man nehme ein riesiges Weinglas, bedeckt den Grund mit kleinen toten Mäusen und füllt das Glas anschließend mit Reiswein. Fertig ist eine Spezialität aus dem Süden Chinas. Geschmacklich bewegt sich das irgendwo zwischen Verwesungsgeschmack und Benzin. Aber auch europäische Länder haben ganz besondere Vorlieben: den Pecorino essen Käseliebhaber auf Sardinien am liebsten wenn Würmer darin herumkrabbeln und mit ihren Madenexkrementen für den vollen Genuss sorgen. Ein Museumsbesucher ist angetan von der ausgefallenen Speisekarte: "Ich bin wirklich sehr neugierig und würde fast alles hier mal probieren wenn ich dürfte".

Doch was ist eigentlich Ekel?

Das Disgusting Food Museum will zeigen, was weltweit auf den Tellern liegt. Dass dabei zunächst viel Ekel mit im Spiel ist, sei total natürlich, "denn er bewahrt den Menschen davor, total verdorbene Lebensmittel zu essen", erklärt Direktor des Museums Dr. Martin A. Völker. Doch über den Ekel kann man auch streiten. Er wird durch unsere unterschiedlichen Kulturen beeinflusst und darüber hinaus findet jeder etwas anders eklig – oder eben auch nicht. Das Museum will mit seiner Sammlung an Speisen aus aller Welt Vorteile aus dem Weg räumen "und den kulinarischen Horizont der Menschen aufweiten", so Völker. (vba)