Haben diese Worte ein Nachspiel für den Dortmund-Star?

Bellingham attackiert Schiri: Er hat schon Spiele verschoben

Dortmunds Jude Bellingham kann den Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Felix Zwayer nicht fassen.
Dortmunds Jude Bellingham kann den Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Felix Zwayer nicht fassen.
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05. Dezember 2021 - 14:13 Uhr

Was für ein Drama am Samstagabend!

Borussia Dortmund verlor das spektakuläre Topspiel der Fußball-Bundesliga gegen Bayern München – Endstand 2:3. Die Stimmung bewegte sich danach gefährlich nah am Siedepunkt, es hagelte Kritik an Schiedsrichter Felix Zwayer. Die Dortmunder, sie fühlten sich um ihre Sieg-Chance betrogen. Womöglich hat die Sache noch ein Nachspiel.

Denn: Mittelfeld-Star Jude Bellingham ließ sich nach der Partie zu heftigen Aussagen hinreißen. Der 18-Jährige im Interview beim norwegischen Sender "Viaplay" über Schiri Zwayer: "Man gibt einem Schiedsrichter, der schon mal Spiele verschoben hat, das größte Spiel in Deutschland. Was erwartest du?"

Schiebungs-Andeutungen! Was meint Bellingham?

2005 gehörte Zwayer (inzwischen längst rehabilitiert) zu den Kronzeugen im Fall des Schiedsrichters Robert Hoyzer, der Spiele manipuliert hatte und dafür verurteilt wurde. Zwayer wurde damals für sechs Monate gesperrt, unter anderem, weil er einmal 300 Euro von Hoyzer kassiert hatte. Nicht unwahrscheinlich, dass der DFB nun gegen Bellingham ermittelt.

UPDATE: Inzwischen ist klar, dass sich der DFB-Kontrollausschuss mit dem Fall beschäftigt.

Und auch andere Dortmunder tobten nach Elfer-Ärger

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So sah das an der Seitenlinie aus: Co-Trainer René Maric musste Marco Rose zurückhalten.
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Stürmerstar Erling Haaland sprach von einem "großen Skandal". Rose wurde gehässig: "Herr Zwayer kann ruhig noch ein paar mal den BVB pfeifen, wir sind hier und bereiten uns vor auf alles, was da kommt. Er kann uns gerne noch ein paar Stöcke und Steine in den Weg werfen", sagte er bei Sky. Haaland musste sich zügeln: "Er ist ein arroganter.... Er war arrogant."

Eine Tatsache machte die Wut der Dortmunder erst so richtig groß: Nach einem Rempler gegen Marco Reus hatte Zwayer auf einen Elfmeterpfiff verzichtet, sah sich auch die TV-Bilder der Szene nicht noch einmal an. Der entscheidende Treffer von Robert Lewandowski (77.) fiel wenige Minuten danach durch einen Elfmeter nach Videobeweis.

Zwayer erklärte seine Elfmeterentscheidung nach Handspiel von Mats Hummels und nannte die Szene "unstrittig". Hummels habe den Ball "deutlich mit dem Ellbogen geklärt, das ist mit Strafstoß zu bewerten", sagte er bei Sky. (sfu/sid)