5:0-Gala gegen SlowenienTor-Festival! DFB-Frauen starten WM-Quali mit hohem Sieg

Dresden, Deutschland 03. März 2026: Länderspiel für Frauen WM-Qualifikation - Deutschland Frauen vs. Slowenien Frauen Im Bild: Torschützin Elisa Senß / Senss Deutschland macht das Tor zum 2:0 für Deutschland und jubelt *** Dresden, Germany 03 March 2026 International match for Womens World Cup Qualification Germany Women vs Slovenia Women In the picture goal scorer Elisa Senß Senss Germany scores the goal to 2 0 for Germany and cheers Copyright: HMBxMedia/MadeleinexFantini
Elisa Senß erzielte das zweite Tor für Deutschland.
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Deutschland fertigt Slowenien ab - und der Sieg hätte noch weitaus höher ausfallen können. Im ersten WM-Qualifikationsspiel für die WM 2027 in Brasilien gewinnen die DFB-Frauen verdient und deutlich. Doch die Chancenauswertung lässt zu wünschen übrig.

Die Fans in Dresden sangen selig den Klassiker „Oh, wie ist das schön“, die deutschen Fußballerinnen badeten nach dem Traumstart in ihre WM-Mission glücklich im Applaus. Mit einem Torfestival zum Auftakt ist die Mannschaft von Bundestrainer Christian Wück ihrer Favoritenrolle gegen Slowenien vollauf gerecht geworden. Das souveräne 5:0 (2:0) im ersten Spiel der Qualifikation war der erste Schritt Richtung Endrunde 2027 in Brasilien.

„Wir haben von Anfang an gezeigt, dass wir gewinnen wollten und schnell für klare Verhältnisse gesorgt. Wir sind zufrieden“, sagte Wück in der ARD. Besonders die vielfach diskutierte Effizienz vor dem Tor sei besser gewesen „als im Jahr 2025“, lobte er, „das hatten sich die Spielerinnen auch vorgenommen“.

Vivien Endemann (6.), Elisa Senß (12.), Linda Dallmann (48.), Debütantin Larissa Mühlhaus (53.) und Lea Schüller (71.) sorgten für den Erfolg vor 19.169 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion. Mit Rückenwind kann das DFB-Team nun in das nächste Duell mit den stärkeren Norwegerinnen am Samstag (18 Uhr/ZDF-Livestream) in Stavanger starten. Dritter Gegner in der Qualifikationsgruppe A4 ist Österreich. Um das Direkt-Ticket zu lösen, muss sich Deutschland den Gruppensieg sichern.

„Wir haben sehr viel Energie auf den Platz gebracht“, sagte Kapitänin Giulia Gwinn, „das Spiel macht viel Lust auf mehr. Viele Tore, Debütanten, die gleich treffen - da wollen wir anknüpfen, auch wenn wir immer Dinge verbessern wollen.“

Bereits vor der Partie hatte Wück betont, man wolle sich „ohne Umwege“ für die WM-Endrunde qualifizieren, „Zeit für große Experimente“ habe man daher nicht. Dennoch überraschte er mit einigen Personalien in seiner Startelf. In der Sturmspitze erhielt Shekiera Martinez den Vorzug vor Nicole Anyomi und Schüller. Außerdem nahm auch Janina Minge zunächst auf der Bank Platz, stattdessen testete Wück in der Innenverteidigung Camilla Küver mit Rebecca Knaak.

Zudem musste er zwei Ausfälle in der Offensive kompensieren: Nachdem bereits Selina Cerci hatte passen müssen, erweiterte Schlüsselspielerin Klara Bühl in der vergangenen Woche die Liste der Verletzten. Neben Jule Brand kam Endemann auf dem Flügel zum Einsatz.

Nach einem verhaltenen Beginn kam Martinez zum ersten guten Abschluss (5.), den Zala Mersnik noch parierte. Endemann schlug wenig später eiskalt zu. Kurz darauf stand wieder Martinez im Fokus, die den Ball aus kurzer Distanz ins Tor nickte - doch Knaak hatte beim Zuspiel im Abseits gestanden.

Deutschland dominierte nun die Partie, Senß legte nach. Immer wieder schnürte die DFB-Elf Slowenien rund um den Strafraum ein. Die Gäste konnten sich aus dem Dauerdruck kaum befreien, bei den wenigen Vorstößen war Ann-Katrin Berger zur Stelle.

Auf der linken Seite sorgte Endemann immer wieder für Gefahr. Eine gute Chance vergab die Wolfsburger Offensivspielerin, als sie frei aufs Tor zulief, den Schuss allerdings rechts vorbeisetzte (23.). Im Spielverlauf schlichen sich allerdings erste Nachlässigkeiten ein, die DFB-Elf hätte zur Halbzeit höher führen können.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs wechselte Wück kräftig durch. Für Kapitänin Giulia Gwinn, Franziska Kett und Brand kamen Carlotta Wamser, Sarai Linder und Mühlhaus, die ihren Einstand gleich nach ihrer Einwechslung mit ihrem ersten Tor krönte.

In der Schlussphase meldete sich Schüller, die zuletzt in einem Formtief steckte, mit ihrem 55. Treffer im 83. Länderspiel zurück. Ein weiteres Schüller-Tor (87.) wurde wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung fälschlicherweise aberkannt - der Videobeweis kommt in der Quali nicht zum Einsatz.

Verwendete Quellen: dbe/sid