DFB-Kontrollausschuss prüft Verbal-Attacke auf Schiri Zwayer

Bericht: Sogar Strafanzeige gegen Dortmund-Star Bellingham!

Jude Bellingham ist nach dem Spiel gegen die Bayern fassungslos.
Jude Bellingham ist nach dem Spiel gegen die Bayern fassungslos.
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05. Dezember 2021 - 14:35 Uhr

Riesen-Aufregung um Schiri-Schelte

Nun droht Jude Bellingham von Borussia Dortmund offiziell ein ungemütliches Nachspiel, der DFB-Kontrollausschuss beschäftigt sich mit seinem Fall. Der Mittelfeld-Star hatte nach der dramatischen 2:3-Niederlage im Topspiel gegen Bayern München Schiedsrichter Felix Zwayer hart attackiert, deutete Schiebung an. Einem Bericht zufolge wurde nun sogar Strafanzeige gestellt.

Laut "Bild" hat Marco Haase, ehrenamtlicher DFB-Schiedsrichter-Beobachter, die Anzeige gegen den englischen Nationalspieler sowie Ex-Schiedsrichter Manuel Gräfe in die Wege geleitet. Gräfe hatte Zwayer im "Sportstudio" des ZDF unter anderem mit den Worten kritisiert: "Ich kann den Ärger der Dortmunder absolut verstehen."

DFB prüft "sportstrafrechtliche Relevanz"

Unterdessen ermittelt der Kontrollausschuss des DFB bereits gegen Bellingham, wie der Vorsitzende, Anton Nachreiner, bestätigte: "Der Kontrollausschuss wird die Äußerung des Dortmunder Spielers Jude Bellingham auf ihre sportstrafrechtliche Relevanz prüfen." Schlimmstenfalls droht dem 18-Jährigen damit wohl eine Sperre.

Bellingham hatte nach der Partie über Zwayer gesagt: "Man gibt einem Schiedsrichter, der schon mal Spiele verschoben hat, das größte Spiel in Deutschland. Was erwartest du?"

2004 hatte Zwayer den Akten zufolge als Assistent Geld vom Drahtzieher Robert Hoyzer angenommen. Später deckte er den Skandal mit auf, eine Manipulation wurde ihm trotz Sperre nie nachgewiesen.

Dortmund verteidigt Spieler, Kahn schießt gegen Bellingham

Der BVB stellt sich schützend vor seinen Spieler. Sportdirektor Michael Zorc: "Der Junge ist 18, spricht nach einem hitzigen, emotionalen Spiel. Er benennt alte Fakten, das muss man nicht machen. Er ist eben ein Heißsporn. Die Dinger sind jetzt in der Welt, aber wir stehen da zu ihm. Strafrechtlich sehe ich da nichts Problematisches."

Bayerns Vorstandsboss sieht das ein wenig anders, Oliver Kahn bei Sky90: "Ich bin der Letzte, der kein Verständnis hat für Spieler. Da sagt man auch Dinge, die man hinterher bereut. Nur, das geht natürlich einen Schritt zu weit. Einen gewaltigen Schritt. Ich kann mich nicht erinnern, dass irgendein Spieler schon mal was in der Art von sich gegeben hat. Ich weiß nicht, wo er das her hat, wie er auf die Idee kommt, so eine Aussage zu machen." (sfu/sid)