Paparazzi erschwerten Trauerarbeit

Joaquin Phoenix spricht über den Tod seines Bruders River Phoenix

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14. Januar 2020 - 23:38 Uhr

Joaquin erinnert sich

Joaquin Phoenix (45) spricht jetzt in einem Interview erstmals ausführlich über seinen 1993 verstorbenen Bruder River Phoenix und die schwere Zeit nach dessen Tod. Das riesige Medieninteresse hatte Joaquin damals das Trauern schwer gemacht.

Mit 23 Jahren hörte River Phoenix' Herz auf zu schlagen

"Joker"-Star Joaquin Phoenix spricht selten über Privates. In einem Interview für die Serie "60 Minutes" hat er jetzt ungewohnt persönlich auf Fragen geantwortet und auch über den Tod seines Bruders River 1993 geredet. River Phoenix gehörte zu den ganz großen Talenten in Hollywood und war schon mit 18 Jahren für einen Oscar nominiert. Mit nur 23 Jahren starb er an einem tödlichen Drogencocktail vor Johnny Depps Club "Viper Room" in Los Angeles - in den Armen seines kleinen Bruders Joaquin.

„In der schlimmsten Zeit unseres Lebens flogen dann Hubschrauber über unser Haus“

Joaquin Phoenix, der gerade für einen Oscar als bester Hauptdarsteller in "Joker" nominiert ist, und seine Familie schwiegen jahrelang über den schrecklichen Verlust. Nun, fast 27 Jahre später, sprachen sie mit dem amerikanischen Journalisten Anderson Cooper über die schwere Zeit und ihre noch immer ungebrochene Trauer. ​"Wir waren uns seiner Berühmtheit damals gar nicht so sehr bewusst, denn wir schauten uns weder TV-Shows im Fernsehen an, noch kauften wir Klatsch-Magazine. Uns war nicht einmal klar, was für ein bedeutender Schauspieler und großer Filmstar River wirklich war", offenbarte Phoenix vor laufender Kamera. "In der schlimmsten Zeit unseres Lebens flogen dann Hubschrauber über unser Haus und Leute versuchten sich auf unser Grundstück zu schleichen. Das hat unseren Trauerprozess extrem erschwert."

Joaquin spürt noch heute die Verbindung zu seinem Bruder

Joaquin war 19 Jahre alt, als sein Bruder starb und hatte ein enges Verhältnis zu ihm. Noch heute spüre er diese Verbindung, betonte er. "Ich habe das Gefühl, dass es praktisch in jedem Film, den ich gedreht habe, in irgendeiner Form eine Verbindung zu River gab. Und ich denke, dass wir alle seine Präsenz und Führung in unserem Leben auf vielfältige Weise gespürt haben."