Cristina Scuccia wurde 2014 mit Sieg bei „The Voice of Italy“ berühmt

Italien: "Singende Nonne" verlässt Orden und ist jetzt Kellnerin in Spanien

ARCHIV - 06.06.2014, Italien, Mailand: Die italienische Nonne Cristina Scuccia lächelt mit ihrem Preis in der Hand, nachdem sie das Finale des staatlichen RAI-Fernsehprogramms «The Voice of Italy» gewonnen hat. Italiens singende Nonne und Gewinnerin
Die italienische Nonne Cristina Scuccia freut sich über ihren Sieg bei "The Voice of Italy" (Archiv, 6.6.2014)
dc cv wst tba alf, dpa, Matteo Bazzi

Neues von Italiens vielleicht bekanntester Ordensfrau: Sie ist keine mehr. Die „singende Nonne“ Cristina Scuccia hat ihren Orden verlassen. „Es war ein Wandel in mir selbst“, sagte die 34-Jährige in einer Talkshow des privaten Fernsehsenders Canale 5. Sie lebe jetzt in Spanien und arbeite dort als Kellnerin, erzählte die Sizilianerin in „Verissima“.

Cristina Scuccia stand mit Ricky Martin und Kylie Minogue auf der Bühne

Italian singer Suor Cristina Scuccia, left, and Ricky Martin perform during the Italian State RAI TV program The Voice of Italy, in Milan, Italy, Wednesday, May 28, 2014. (AP Photo/Luca Bruno)
Cristina Scuccia mit Ricky Martin
picture alliance / ASSOCIATED PRESS, Luca Bruno

Statt mit dunklem Schleier saß sie Moderatorin Silvia Toffanin mit Nasenpiercing und pinkem Hosenanzug gegenüber. Scuccia war 2014 mit dem Sieg bei „The Voice of Italy“ berühmt geworden und stand danach mit Weltstars wie Ricky Martin oder Kylie Minogue auf der Bühne.

Schwere Zeit durch Corona-Erkrankung des Vaters

Die Nonne Cristina Scuccia und der Moderator Markus Lanz, aufgenommen am 02.12.2014 in München (Bayern) bei der Aufzeichnung der Sendung Menschen 2014. Der Jahresrückblick des ZDF wird am 05.12.2014 ausgestrahlt. Foto: Tobias Hase/dpa
Cristina Scuccia zu Gast bei Markus Lanz bei der Aufzeichnung der ZDF-Sendung "Menschen 2014"
tha, picture alliance / dpa, Tobias Hase

Den Schleier nach 15 Jahren religiösen Lebens abzulegen, sei schwer gewesen, sagte die ehemalige Ordensschwester der Ursulinen. Mit ihrem Erfolg in der Talentshow 2014 habe sie eine „enorme Verantwortung“ und Angst, ihre Unterstützer zu enttäuschen, gespürt.

Ein weiterer Dämpfer kam mit der Corona-Pandemie, die sie vom Reisen abhielt und bei der ihr Vater schwer erkrankte. Sie holte sich nach eigener Aussage Hilfe bei einer Psychologin und bat um eine Pause im Orden.

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Ex-Nonnen glaubt an die Liebe: "Aber das ist jetzt nicht meine Priorität“

Sister Cristina Scuccia, performs during the final of the Italian version of the TV talent show The Voice in Milan, Italy, Thursday, June 5, 2014. With her full habit, sensible shoes and cheering nuns in her camp, Sister Cristina Scuccia made it to T
Cristina Scuccia beim Show-Finale 2014 in Mailand
LB AJP**LON**, picture alliance / AP Photo, Luca Bruno

Dabei hatte Scuccia damals mit 19 Jahren zunächst gar kein Interesse am Kloster, weil sie mit Priestern und Schwestern nicht zu tun haben wollte, wie sie sagte. Bei weiterem Nachdenken habe sie aber gemerkt, dass sie „gerade sowieso nichts zu tun hat“ und dass eine Möglichkeit sei, zu singen und Neues zu lernen.

Und wie stehe es um die Liebe, jetzt da sie keine Nonne mehr sei, wollte Moderatorin Toffanin noch wissen. „Ich glaube an die Liebe, aber das ist jetzt nicht meine Priorität“, sagte Scuccia. (dpa/uvo)

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