Der kleine Nicola war wohl in der Nacht ausgebüxt

Junge aus Italien nachts verschwunden: Reporter findet den vermissten Einjährigen nach 2 Tagen Suche

Der Junge war nachts von zu Hause weggelaufen. Ein Reporter fand das Kind nach zwei Tagen Suche.
Der Junge war nachts von zu Hause weggelaufen. Ein Reporter fand das Kind nach zwei Tagen Suche.
© dpa, sab

25. Juni 2021 - 8:19 Uhr

Nicola wurde in einer Schlucht drei Kilometer von zu Hause entfernt gefunden

Was eine Heldengeschichte: Ein Reporter hat ein vermisstes Kind in der italienischen Toskana gefunden. Rund 1.000 Menschen hatten sich seit zwei Tagen an der Suche nach dem 21 Monate alten Nicola T. beteiligt. Der kleine Junge konnte in einer Schlucht über drei Kilometer von zu Hause entfernt geborgen und ins Krankenhaus geflogen werden. Es gehe ihm den Umständen entsprechend gut.

Über 1.000 Menschen beteiligten sich an der Suchaktion nach dem kleinen Italiener

Seit Montagabend galt der kleine Nicola in der Nähe von Florenz als vermisst. Zuletzt hatten ihn seine Eltern am Abend in seinem Schlafzimmer gesehen – von dort war er wohl selbstständig ausgebüxt. Dem Nachrichtensender "BBC" sagte der örtliche Bürgermeister Gian Piero Moschetti, dass sich rund 1.000 Menschen an der Suche beteiligt hätten – darunter auch Polizei, Feuerwehr und Bergretter mit Hubschrauber und Hunden.

Der Journalist Giuseppe Di Tommaso, der vor Ort für den italienischen Staatssender "RAI" berichtete, soll die Carabinieris informiert haben, als er bei der Suche ein Stöhnen aus einer Schlucht gehört habe. Der Polizist Danilo Ciccarelli ließ sich etwa 25 Meter in die Tiefe hinab. Später berichtete er auf einer Pressekonferenz: "Ich habe Schreie gehört und erst gedacht, dass ein Tier herauskommt."

Sein erstes Wort nach der Rettung war "Mama"

Stattdessen habe er den kleinen Nicola gefunden – sein erstes Wort zu Ciccarelli sei "Mama" gewesen. Der italienischen Zeitung "Corriere della Serra" berichtete der Retter, dass sich Nicola an seinen Hals klammerte und er ihn wieder nach oben auf die Straße bringen konnte. Auf dem letzten Stück half ihm auch Di Tommaso. Mit nur leichten Verletzungen wurde der kleine Junge ins Krankenhaus geflogen.

Die Eltern von Nicola Leonardo und Giuseppina leben mit ihrem Sohn zusammen in einem Haus mitten im Wald – drei Kilometer von der Schlucht entfernt. Die beiden Imker konnten ihren Sohn mittlerweile wieder in ihre Arme schließen. (nfi)

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