Tierheim vermutet: Er war nur eine Ablenkung im Lockdown

Armer Feivel! Ist er der erste ausgesetzte Corona-Hund?

Der kleine Feivel wurde einfach so ausgesetzt. War er nur ein Zeitvertreib im Corona-Lockdown?
Der kleine Feivel wurde einfach so ausgesetzt. War er nur ein Zeitvertreib im Corona-Lockdown?
© Facebook/Tierheim Andernach

01. April 2021 - 11:50 Uhr

Feivel wurde angebunden und alleine gelassen

Feivel ist noch ganz klein – und schon alleine. Gerade mal auf 10 Wochen schätzen ihn die Pfleger des Tierheims Andernach, das ihn aufgenommen hat. Feivel, so haben sie ihn genannt, wurde vermutlich ausgesetzt. Ist er ein Lockdown-Haustier und wurde er seinen Besitzern jetzt zu anstrengend, so dass sie ihn plötzlich doch nicht mehr haben wollen?

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Tiere nur ein Zeitvertreib in der Pandemie

Das befürchtet zumindest das Tierheim Andernach. Während der Pandemie haben sich viele Deutsche ein Haustier zugelegt: Laut dem Verband für das deutsche Hundewesen (VDH) sind im Corona-Jahr 2020 allein schon rund 20 Prozent mehr Hunde gekauft worden als in den Jahren zuvor.

Experten befürchten: Ist die Pandemie erstmal vorbei, dann gilt das gleiche für die Tierliebe.

"Wir befürchten, dass wir in Zukunft mehr Tiere denn je aufnehmen müssen, sobald der Lockdown vorbei ist und die Menschen wieder arbeiten gehen oder in Urlaub fahren wollen.", schreibt das Tierheim Andernach. "Wir schauen mit sehr großen Sorgen in die Zukunft. Überall sieht man inzwischen unzählige Hundewelpen rum laufen. Doch Ist es wirklich ein Bund fürs Hundeleben oder doch nur ein Zeitvertreib in der Pandemie?", heißt es weiter im Facebook Post.

Feivel: vergessen, entlaufen oder ausgesetzt?

Eigentlich ist die Situation eindeutig: im Nette Park in Plaidt in Rheinland Pfalz wurde der kleine Fratz gefunden. Mit seinem Halsband und Leine angebunden an einer Bank. Von seinen Besitzern weit und breit keine Spur.

Wer kann so einen süßen, kleinen Welpen denn vergessen? Das Tierheim Andernach geht davon aus, dass er ausgesetzt wurde. Gemeldet hat sich im Tierheim nämlich bisher niemand, der ihn vermisst.

Trotzdem gibt das Tierheim nicht auf, sein Herrchen oder Frauchen zu finden: "Wir möchten Euch bitten, Feivel großräumig zu teilen, denn wir wissen nicht, ob er wirklich aus der näheren Umgebung stammt. Wer Hinweise zu seiner Herkunft geben kann, meldet sich bitte bei uns im Tierheim. Gerne auch anonym.", postet das Tierheim auf seiner Facebook Seite.

Alle Hundeliebhaber, die ein großes Herz haben, müssen sich noch ein bisschen gedulden: noch kann Feivel nicht vermittelt werden. Er muss erst in Quarantäne und kann sich in frühestens zwei Wochen auf die Suche nach einem neuen Herrchen oder Frauchen machen!