In diesen Ausbildungsberufen verdient man mehr als nach dem Studium

19. August 2016 - 20:32 Uhr

Der Verdienst hängt von der Branche ab

Ein Uni-Abschluss und anschließend ein Job mit Topverdienst - diese Hoffnung bleibt für so manchen Studienabsolventen ein Traum. In einigen Branchen verdienen Angestellte, die eine Ausbildung gemacht haben, sogar mehr als Akademiker. Das liege daran, dass die Bezahlung von Branche zu Branche oft sehr unterschiedlich sei, berichtete das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in einer neuen Studie.

Das gilt insbesondere für Studierende in der Tourismus-, Hotel- und Gaststättenbranche, die im Laufe ihres Berufslebens auf ein durchschnittliches Gesamteinkommen von 1,3 Millionen Euro kommen. Dagegen verdient eine betrieblich ausgebildete Fachkraft in der Informations- und Kommunikationstechnologie (Elektroniker, technische Assistenten oder Informatiker) nämlich bis zur Rente 2,19 Millionen Euro - also fast das doppelte. Studierende aus der Lebensmittelindustrie verdienen teilweise sogar weniger als Hilfsarbeiter, die gar keine berufliche Ausbildung genossen haben, sofern diese in einer guten Branche untergekommen sind.

Eine gute berufliche Ausbildung lohnt sich immer

Grundsätzlich gilt aber weiterhin der Grundsatz, dass ein höherer Bildungs- und Berufsabschluss auch höhere Gehälter verspricht. Aufs ganze Erwerbsleben gerechnet verdienen Männer und Frauen ohne Berufsausbildung im Schnitt gut 1,1 Millionen Euro brutto. Auszubildende würden bis zur Rente im Schnitt 1,5 Millionen Euro verdient haben, Meister- und Techniker 2,0 Millionen Euro und fertige Studierende fast 2,4 Millionen Euro.

Trotzdem sollten alleine diese Zahlen nicht dazu führen, dass Jugendliche Verdienstmöglichkeiten zur Grundlage ihrer Berufswahl machen. Individuelle Vorlieben, Neigungen und Fähigkeiten sind bei der Berufswahl viel wichtiger. Nur ein Job, der Spaß macht, macht zufrieden.