Kalt duschen gegen Erkältung

Immunsystem stärken mit der Wim-Hof-Methode - so geht's!

29. März 2020 - 9:45 Uhr

So können Sie einer Infektion vorbeugen

Sind Sie anfällig für Erkältungen? Um dem entgegenzuwirken, müssen Sie der Kälte ins Gesicht schauen: Eisbaden oder kalt duschen ist angesagt! Das ist angeblich eine Methode, mit der Sie Ihr Immunsystem innerhalb von zwei Wochen gegen Husten und Schnupfen trainieren können. Wir haben das mal getestet - mit erstaunlichem Ergebnis!

Die Wim-Hof-Methode im Selbsttest - "Ich möchte mich gesund frieren!“

Wenn Ihnen das Planschbecken voller Eiswasser im Garten zu umständlich ist, dann geht es auch einfacher! Eine kalte Dusche - die funktioniert ganz bequem Zuhause und dauert nur ein paar Minuten pro Tag. Dazu gehört allerdings ein bisschen Mut, um die volle Ladung Kälte ertragen zu können. Das eiskalte Wasser am Morgen ist jedoch für viele die pure Folter.

Die Wim-Hof-Methode soll gegen den Kälteschock helfen. Bei dieser handelt es sich um eine Atemtechnik, bei der Sie tiefe Atemzüge nehmen, danach so lang wie möglich die Luft anhalten und dann wieder tief weiteratmen.
>> Buch-Tipp: "Nie wieder krank: Gesund, stark und leistungsfähig durch die Kraft der Kälte"* 🛒 von Wim Hof

Sobald Sie diese Technik im Wasser anwenden, soll sich Ihr Körper schneller an die kalten Temperaturen gewöhnen. Reporterin Anke Reichert hat für uns den Selbsttest gemacht. "Ich möchte mich gesund frieren!", nimmt sie sich vor.

Im Video zeigen wir Ihnen, wie Anke Reichert ihren Schweinehund überwinden konnte und warum sie am Ende des Tests richtig beeindruckt war.

Unser Immunsystem ist äußerst vielschichtig – im wahrsten Sinne des Wortes

Bereits unsere Außenhaut, die Schleimhäute, Atemwege sowie unsere Magenschleimhäute gelten als mechanische Barrieren des Immunsystems – im Grunde also alle Körperstellen, die mit der Außenwelt in Berührung kommen. Beispielsweise wirkt die Haut wirkt durch Talg, Schweiß und ihre bakterielle, sogenannte 'Normflora', gegen körperfremde Mikroorganismen. Im Magen zerstört die Magensäure fast alle Bakterien und Mikroorganismen, bevor sie uns Schaden zufügen können. Im Mund wirkt der Speichel antibakteriell – deshalb ist Küssen so gesund: Wir tauschen und erweitern mit unserem Kusspartner gegenseitig unsere gesunden Abwehrstoffe.

Auf zellulärer Ebene wirken unsere Abwehrzellen vor allem in den Blutgefäßen und Lymphbahnen. Sie lauern dort jedem potentiellen Feind auf, der es durch die ersten Barrieren geschafft hat. Egal ob Bakterien oder Viren, die Abwehrzellen vernichten fast alles, was ihnen zu nahe kommt. Für fast jeden Krankheitserreger haben wir die passende Antwort in uns. Bei akutem Bedarf vermehren sich diese Zellen rasch, um Systemeindringlinge effektiv zu zerstören. Beispielsweise ist die Krankheitsdauer bei einer Grippe schlichtweg davon abhängig, wie lange das Immunsystem benötigt, um genügend Antikörper zu bilden, um die ebenfalls nach Vermehrung trachtenden Viren unschädlich zu machen.

Der dritte und letzte Bestandteil des Immunsystems sind die humoralen Stoffe, zu denen die Antikörper zählen. Sie binden sich an die Antigene – die Fremdstoffe – und machen sie so unschädlich. All diese Komponenten arbeiten Hand in Hand und sind ständig damit beschäftigt, uns gesund zu halten. Und meistens gelingt ihnen das auch.

*Wir arbeiten in diesem Beitrag mit Affiliate-Links. Wenn Sie über diese Links ein Produkt kaufen, erhalten wir vom Anbieter eine Provision. Für Sie entstehen dabei keine Mehrkosten. Wo und wann Sie ein Produkt kaufen, bleibt natürlich Ihnen überlassen.