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Die Kompromiss-Koalition: Was bleibt übrig von den Wahlversprechen?

Bei den Parteien einer möglichen Ampelkoalition ist Kompromissbereitschaft gefragt.
Bei den Parteien einer möglichen Ampelkoalition ist Kompromissbereitschaft gefragt.
© dpa, Christoph Soeder, sod kno

07. Oktober 2021 - 6:06 Uhr

Parteien ringen um gemeinsamen Weg

Tempolimit ade? Doch keine Steuererhöhung? Die drei Parteien einer möglichen Ampelkoalition müssen jetzt einen gemeinsamen Weg finden – ohne tragende Werte auf der Strecke zu lassen und Wähler zu enttäuschen.

Markus Söder stichelt, Armin Laschet bleibt standhaft

Markus Söder und Armin Laschet
Markus Söder und Armin Laschet: nicht immer ein Herz und eine Seele.
© dpa, Sven Hoppe, shp

"Das ist schon ein ziemlich brutaler Tritt in die Hacken", kommentiert RTL-Hauptstadtstudioleiterin Jutta Bielig-Wonka die Reaktion von Markus Söder auf die Fortsetzung der Gespräche von SPD, Grünen und FDP. Gestern bezeichnete er diese als "De-facto-Absage an Jamaika", während CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet noch einmal seine Bereitschaft zu Sondierungsverhandlungen bekräftigte.

Söder versuche auf diese Weise, seine CSU vor dem Abwärtssog der großen Schwester zu bewahren, glaubt Bielig-Wonka. Gleichzeitig lobt sie Armin Laschet für seine Standhaftigkeit: "Ich finde – und dafür zolle ich ihm auf jeden Fall Respekt –, er lässt sich jetzt in den Dienst nehmen, um in diesem Schlamassel wenigstens noch eine Adresse der CDU zu sein."

Spagat für SPD, Grüne und FDP

Derweil befinden sich SPD, Grüne und FDP im Spagat zwischen der Einhaltung von Wahlversprechen und der Bildung einer Koalition. Bielig-Wonka meint, dass es dabei vor allem darum geht, einander zu vertrauen. Ein Bild der letzten Tage macht sie optimistisch: "Ich glaube schon, dass eine Vertrauensbasis da ist. Wir haben ja alle noch dieses Selfie vor Augen, was alle zeitgleich mit einem gleichen Text gepostet haben."

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