Sie warf sich vor ein Motorrad

Sie rettete zwei Kindern das Leben - Helden-Hündin Kabang ist tot

Kabang verlor ihre Schnauze bei einer Helden-Tat. 10 Jahre später ist sie gestorben.
Kabang verlor ihre Schnauze bei einer Helden-Tat. 10 Jahre später ist sie gestorben.
© ddp images/AP/Anton Mari H. Lim, ddp images/AP

29. Mai 2021 - 12:18 Uhr

Vor 10 Jahren verlor sie ihre Schnauze

Als sie auf den Philippinen ein Motorrad auf zwei Mädchen zurasen sah, warf sich die Hündin Kabang kurzerhand davor und rettete so die Kinder. Sie verlor dabei ihre Schnauze und ein Teil des Kiefers. Zehn Jahre nach der Heldentat ist sie nun gestorben. Fans auf der ganzen Welt trauern um das außergewöhnliche Tier.

Tier-Fans auf der ganzen Welt trauern um Kabang

2011 war es, als sich Hündin Kabang auf den Philippinen vor ein Mottorad warf und damit das Leben zweier Mädchen rettete. Jetzt ist die Helden-Hündin gestorben. Ihr Besitzer Anton Mari Lim teilte den Tod der 13-jährigen Mischlingshündin bei Facebook mit. Auf aller Welt trauern nun Menschen um ein außergewöhnliches Tier.

"Du warst immer eine Heldin, selbstloser als alle anderen", erklärte der Tierarzt, der die durch ihren Rettungseinsatz entstellte Hündin Kabang zunächst behandelt und später bei sich aufgenommen hatte. Er werde die freudigen Begrüßungen der Hündin beim Betreten seines Hauses vermissen, betonte Lim. "Du warst einfach da." Woran die Hündin starb, teilte der Tierarzt nicht mit.

Eine Statue für Kabang

Jetzt wird Kabang sogar eine Statue bekommen. Die soll am Fuß eines Betongewölbes stehen, in dem die sterblichen Überreste des Tiers begraben werden. Ein US-Fan bezahlte für das imposante Grabmal in der Stadt Zamboanga. "Lauf los, Kabang" schrieben zahlreiche Nutzer in den sozialen Medien zum Abschied an die Hündin.

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Rückblick. Das machte Kabang zur Heldin

Als Kabang im Jahr 2011 ihre Schnauze und einen Teil ihres Kiefers verlor, wurde sie als Heldin gefeiert. Schließlich hatte sie so zwei Mädchen das Leben geschenkt. Dank einer Online-Spendenaktion, die umgerechnet rund 22.000 Euro einbrachte, konnte die Hündin in den USA behandelt werden. Bei mehreren plastischen Operationen wurde ihre Schnauze teilweise wieder hergestellt. Sie blieb jedoch stark entstellt.

Nach monatelanger Behandlung in der Universitätsklinik des nordkalifornischen Davis wurde Kabang 2013 in ihrem Heimatort Zamboanga begeistert empfangen. Sie wurde mit einem Autokorso zum Rathaus gebracht, der Bürgermeister verlieh dort der Hündin den Titel "Stolz von Zamboanga". An dem Tag traf Kabang auch die beiden Mädchen, die sie gerettet hatte. "Sie ist nicht nur meine Freundin, sie ist wie ein Teil unserer Familie", sagte die damals 13-jährige Dina Bunggal über Kabang. Ohne das Tier wäre sie heute vielleicht nicht am Leben, fügte das Mädchen hinzu. (ntv.de/uzh/AFP/mol)

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