Ganz schön nervig...

Horror für Allergiker: Frühlingslüftchen lässt schon die Pollen fliegen

24. Februar 2019 - 14:33 Uhr

Vor allem Erle und Hasel sind jetzt unterwegs

Laufende Nase, ständiges Niesen oder Kopfschmerzen – Allergiker haben es wohl schon gemerkt: der Pollenflug ist in vollem Gang. Wegen der ersten Tage mit frühlingshaften Temperaturen hat der diesjährige Pollenflug bereits begonnen, und das etwas früher als sonst. Aktuell sind vor allem Hasel und Erle unterwegs. Aber woran erkenne ich eigentlich, ob ich Heuschnupfen oder einfach eine Erkältung habe? Das erklären wir im Video.

Die Pollen-Plage ist in vollem Gange

Der Schnee ist kaum getaut, da fliegen schon die ersten Pollen. Die Folge: Juckende Augen und Schniefnasen bei Allergikern. "Im Zuge des Klimawandels müssen wir uns darauf einstellen, dass viele Pollenarten früher fliegen werden", warnt der Freiburger Medizin-Meteorologe Andreas Matzarakis. Problem: durch milde Winter kommt die Vegetation generell früher in die Gänge. So gab es in den letzten Tagen in den tieferen Lagen des Südwestens schon eine mittlere Belastung an Hasel-Pollen. Die Belastung durch Erlenpollen stufte der Pollenflug-Gefahrenindex immerhin als gering bis mittel ein.  

Es sind aber nicht alleine die Temperaturen, die entscheidend sind für den Pollenflug. Wann Pflanzen blühen, hängt von vielen Faktoren ab - etwa von Tageszeit, Wind, Strahlung oder Trockenheit.

Trotz Triefnase ab nach draußen!

Pollenflugkarte
Die Pollenflugkarte ist eine große Hilfe für Allergiker.
© RTL, Diemair, Alexandra [RTL interactive]

Ein wichtiger Tipp für alle Pollenallergiker, die auf Frühblüher reagieren: Raus in die Natur und Sonne tanken! Denn die Sonne und die milden Temperaturen haben einen positiven Einfluss auf unsere Gesundheit, so Anreas Matzarakis. Das Frühlingslüftchen tue dem Gemüt gut und härte ab. Schnupfennasen sollten dabei aber ihre Taschentücher nicht vergessen. Denn Erle und Hasel sind erst der Anfang. Als nächstes müssen sich Allergiker auf Esche und Birke einstellen. Diese Bäume blühen im März und April. 

Auf unserer Pollenfugkarte können sich Allergiegeplagte über die aktuellen Pollenfug informieren. 

Tipps, mit denen Sie sich vor Pollen schützen

Allergiezeit ist für viele Menschen Leidenszeit. Leider ist es kaum möglich, sich die Plage vollends vom Hals zu halten, aber es gibt doch einige Möglichkeiten, die Pollenbelastung zu verringern. Allergie geplagte Menschen, die die folgennden Tipps beherzigen, haben es zumindest leichter.

  • Ziehen Sie Ihre Kleidung nicht erst im Schlafzimmer aus!
    Wenn es möglich ist, betreten Sie das Schlafzimmer nicht oder nur in Ausnahmefällen mit der Kleidung, die Sie tagsüber und draußen tragen. So schaffen Sie es, das Schlafzimmer weitgehend pollenfrei zu halten. Im Idealfall wechseln Allergiker im Flur die Kleidung.
  • Lüften Sie frühmorgens oder nachts!
    Gelüftet wird am besten frühmorgens oder in der Nacht. Auch nach einem Regen ist die Luft viel pollenfreier.
  • Waschen Sie die Pollen ab. Überall!
    Händewaschen ist für Allergiker extrem wichtig. Denn auch hier lauern Pollen. Außerdem hilft es, sich vor dem Schlafen die Haare zu waschen. Denn in den Haaren verfangen sich massenhaft Pollen.
  • Achten Sie auf Ihren Fußboden!
    Besondere Pflege braucht auch der Teppich, der am besten täglich gereinigt werden sollte. Noch besser ist allerdings, auf Teppiche ganz zu verzichten und Laminat oder Parkett zu verlegen.
  • Betten Sie sich rein!
    Um die Pollenbelastung zu reduzieren, muss auch die Bettwäsche häufiger als normal gewaschen werden. Und, besonders wichtig: Die Wäsche nicht draußen trocknen.
  • Tschüss, Gardinen!
    ​Auch die Einrichtung kann dazu beitragen, die Pollenbelastung zu senken: Da die Allergene an Gardinen besonders leicht haften, sollten sie häufig gewaschen oder durch Jalousien ersetzt werden. Nicht vergessen: Auch die Lamellen der Jalousien gehören gesäubert.