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Höchberg (Landkreis Würzburg): Busfahrer bricht am Steuer zusammen - Fahrgäste fürchten um ihr Leben

Passagier greift ein und zieht die Bremse

Busfahrer bricht am Steuer zusammen - Fahrgäste fürchten um ihr Leben

 14.12.2019, xlakx ,Berlin - BVGl emspor, v.l.Zwei junge Maenner tragen Schutzmasken zum Schutz gegen das neuartige Coronavirus, waehrend sie in einem Bus der BVG fahren Berlin *** 14 12 2019, xlakx ,Berlin BVGl emspor, v l Two young men wear protect
In Höchberg ist ein Busfahrer am Steuer zusammengebrochen. (Symbolbild)
www.imago-images.de, imago images/Jan Huebner, Jan Huebner/Lakomski via www.imago-images.de

In Höchberg (Landkreis Würzburg) haben einige Fahrgäste am Montag eine Horror-Busfahrt erlebt. Denn der Fahrer brach am Steuer zusammen – und zwar während der Fahrt. Der Bus kam in den Gegenverkehr und prallte mehrfach gegen die Leitplanken. Der Fahrer war nicht mehr ansprechbar, so die Polizei Unterfranken. Während die Passagiere um ihr Leben bangten, griff ein Mitfahrer ein – und verhinderte Schlimmeres.

Höchberg: Busfahrer bricht zusammen

Der Linienbus sollte die Fahrgäste von Würzburg in Richtung Höchberg bringen. Auf der Bundesstraße B8 begann jedoch die Höllen-Fahrt: Gegen 21:50 Uhr bemerkten die Passagiere, dass der 50-jährige Fahrer in den Gegenverkehr kam und der Bus mehrfach gegen die Leitplanke prallte, so die Polizei Unterfranken. In Höhe einer Tankstelle überfuhr der Bus schließlich ein Verkehrszeichen.

Mehrere Notrufe gingen bei der Polizei Unterfranken ein. Auch ein Fahrgast hatte die Polizei angerufen und „schilderte eindrucksvoll, dass der Busfahrer nicht mehr reagierte“, erklärt Enrico Ball von der Polizei Unterfranken. „Es müssen wirklich dramatische Szenen gewesen sein“, so Ball weiter.

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Aus Panik: Fahrgäste schlagen Scheiben ein

Panik und Angst herrschten im Bus. „Einige Fahrgäste fürchteten bereits um ihr Leben“, so Ball. Der Fahrgast, der den Notruf tätigte, ging schließlich zum Fahrer. Mithilfe der Feststellbremse habe der Passagier den Bus anhalten können. „Ohne das Eingreifen des beherzten Mannes wäre es unter Umständen nicht so glimpflich ausgegangen“, sagt Ball.

In ihrer Panik hatten bereits zwei weitere Passagiere die Scheiben mit den Nothämmern eingeschlagen. „Sie hatten befürchtet, nicht mehr rechtzeitig aus dem Bus zu kommen“, so der Polizist. Dabei zogen sich die Personen leichtere Verletzungen zu, die weiteren sieben Fahrgäste blieben unverletzt.

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Busfahrer kommt ins Krankenhaus

Der 50-jährige Busfahrer kam schließlich mit dem Verdacht auf einen Schlaganfall ins Krankenhaus. „Der Verdacht hat sich jedoch nicht bestätigt“, erklärt Daniel Ruß von der Polizei Unterfranken RTL. Der Fahrer wurde inzwischen wieder entlassen. „Nun wird geprüft, was der Hintergrund für den Schwächeanfall war“, sagt Ruß weiter. Fest steht jedoch, die Passagiere und der Fahrer hatten Glück im Unglück. (jaw)