Fernandes der Torschütze?

Historischer "Torklau"? Cristiano Ronaldos Ego kann es nicht fassen

Zu viel für sein Ego: Ronaldo feiert sein "Nicht-Tor" Die Highlights des 9. WM-Tages
02:13 min
Die Highlights des 9. WM-Tages
Zu viel für sein Ego: Ronaldo feiert sein "Nicht-Tor"

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Cristiano Ronaldo und seine portugiesische Nationalmannschaft stehen bei der Weltmeisterschaft in Katar vorzeitig im Achtelfinale. Die Hauptrolle im zweiten Vorrundenspiel hat Bruno Fernandes inne, der Spielmacher erzielt beide Tore beim 2:0-Sieg gegen Uruguay. Oder nicht? Ronaldo sieht die Dinge anders, er möchte gerne, dass ihm das Führungstor gut geschrieben wird. Es wäre ein historisches. Die FIFA sieht das (noch) anders.

Hat er den Ball berührt, oder nicht? Das ist hier die Frage!

Es gibt zwei Cristiano Ronaldos. Einmal jenen, der auf dem Platz steht. Und einmal jenen, der bei Instagram sein Leben lebt. Und irgendwie wollen diese beiden Ronaldos nicht zusammenpassen, auch wenn sie, nach allem was man weiß, eigentlich die gleiche Person sind. Der Ronaldo, der auf dem Feld steht, das ist ein brillanter Fußballer, der indes immer mehr den Kampf gegen sein Alter verliert. Der Ronaldo, der bei Instagram sein Leben lebt, ist ein Familienmensch, ein Teamplayer, manchmal eine Kunst- und Werbefigur.

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Aber dieser Ronaldo ist auf allen Plattformen auch einer, dessen Riesen-Ego bisweilen seltsame Blüten treibt. Im zweiten Vorrundenspiel seiner Portugiesen ist der 37-Jährige am 1:0 (Endstand 2:0) beteiligt. Nach einer Flanke seines Ex-Teamkollegen Bruno Fernandes war er im Strafraum zum Kopfball hochgestiegen - und der Ball im Tor gelandet. Der Treffer wurde Fernandes gut geschrieben.

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Vielleicht war ja tatsächlich noch eine Strähne dran?

Ronaldo konnte es nicht fassen. Er hatte sich feiern lassen. Und sich vor allem selbst gefeiert. Denn dieser Treffer, sein Treffer, wäre wieder mal ein historischer gewesen. Der Mann, der alle nahezu alle Rekorde gesprengt, wäre mit dem legendären Eusebio gleichgezogen, beide stünden mit neun WM-Toren an der Spitze der nationalen Wertung. Aber soweit ist es nicht. Und Ronaldo mag das nicht glauben, als er die Korrektur des Torschützen mitbekommt, zunächst wurde er selbst genannt, schaut er ungläubig nach oben, lächelt und zeigt auf seine Stirn. Will sagen: Ich war zuletzt am Ball, mein Tor, her damit! Ein Ego-Anfall. Anders bei Instagram. Dort ist CR7 ganz der Teamplayer. Er lobt die großartige Arbeit der Kollegen.

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Aber das ist halt noch die Sache mit dem Tor. Und tatsächlich soll der Kampf des Superstars um die historische Marke in die Verlängerung gehen. Die FIFA will das Tor offenbar nochmal genauer unter die Lupe nehmen, das berichten zumindest portugiesische Medien. Vielleicht entdecken sie tatsächlich noch eine Strähne, der man eine Berührung bescheinigen kann… (tno)