Tipps gegen den Kältekopfschmerz

Hirnfrost: Warum schmerzt der Kopf beim Eisessen?

Wer sein Eis zu schnell isst, muss mit Kopfschmerzen rechnen.
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07. Oktober 2020 - 13:58 Uhr

Eisliebhaber kennen das Hirnfrost-Phänomen leider zu gut

Wenn es schmeckt, dann fällt es manchmal schwer, sich zu zügeln. Doch wer es beim Eisessen oder Eiscafé-Trinken zu eilig hat, muss mit einer bösen Überraschung rechnen: dem sogenannten "Hirnfrost". Dieser plötzliche Kältekopfschmerz – das werden viele Eisliebhaber bestätigen können – macht seinem Namen alle Ehre. Denn es fühlt dann wirklich so an, als wäre ein Teil des Gehirns eingefroren. Doch wieso reagiert unser Körper überhaupt auf so eine unangenehme Weise auf den schnellen Eisgenuss? Und wie kann man ihn vermeiden?

Wie entsteht Hirnfrost?

Hinter dem Kältekopfschmerz steckt ein einfacher Schutzmechanismus. Die Kälte der Eisspeise oder des Erfrischungsgetränks überträgt sich auf die Blutgefäße des Gaumens, die sich dann plötzlich stark zusammenziehen, um einen Verlust der Körpertemperatur zu verhindern. Das starke Kältesignal wird vom Gaumen bis zum Gehirn weitergeleitet, wo dann der Kopfschmerz entsteht. Einige Forscher vermuten, dass sich die Blutgefäße dort ebenfalls zusammenziehen. Eine US-amerikanische Studie aus dem Jahr 2012 will hingegen herausgefunden haben, dass sich die Gefäße im Hirn durch die Kälte im Gegenteil sogar plötzlich stark erweitern und der Kopfschmerz durch den steigenden Druck ausgelöst wird.

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Ein einfacher Trick verhindert den Hirnfrost

Auch wenn der Hirnfrost meist nach wenigen Sekunden wieder abklingt, wäre es doch schön, ihn von vornherein vermeiden zu können. Die gute Nachricht lautet: Das kann man sogar! Und zwar mit einem ganz einfachen Trick. Essen Sie das Eis mit dem Löffel! Der Löffel sollte am besten aus einem Material bestehen, das die Kälte des Eises nicht so schnell annimmt. Holz-, Bambus- oder Plastiklöffel werden weniger schnell kalt als herkömmliche Metalllöffel. Drehen Sie den Löffel um, bevor Sie ihn in den Mund stecken. So kann das Eis nicht direkt den Gaumen berühren, sondern wird erstmal auf der Zunge angewärmt. Die Blutgefäße ziehen sich nicht so stark zusammen – und voilá: Der Hirnfrost wird vermieden!

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