Beitrag zur Energiewende

Hessens FDP setzt auf Wasserstoff - doch nicht nur auf den ökologisch sauberen...

30. März 2021 - 14:31 Uhr

Hessen als Wassserstoff-Vorreiter?

Wasserstoff ist das Schlüsselelement für die Energiewende: Das behauptet das Bundesumweltministerium und treibt die Entwicklung in Sachen klimafreundlichem Wasserstoff mit Fördergeldern in Milliardenhöhe voran. Hessen soll da nach einer Forderung der Landes-FDP kräftig mitmischen – doch die Partei will nicht nur auf grünen, sondern auch auf den umstrittenen blauen Wasserstoff aus Gas setzen. Wie Umweltschützer und die Landesregierung auf diese Pläne reagieren, sehen Sie im Video.

Umweltschützer warnen vor blauem Wasserstoff

"Kurzfristig wird der sogenannte blaue Wasserstoff eine große Rolle spielen, der aus Gas gewonnen wird. Das wird in Rotterdam oder Antwerpen stattfinden. Dass dort das CO2 abgetrennt wird und wir CO2-freien Wasserstoff nach Deutschland bekommen. Und dort wird dann in großen Schiffen das CO2 wegtransportiert und verpresst", sagt uns der Fraktionsvorsitzende der FDP Hessen, René Rock, im RTL-Interview.

Und genau diese Verpressung im Erdboden ist für Umweltschützer das Problem: Es ist umstritten, ob das Kohlendioxid nach diesem Verfahren nicht doch entweichen und damit dem Klima erheblich schaden kann. Außerdem sei laut Klimaschützern die Herstellung viel zu aufwändig und teuer – für eine sinnvolle Energiewende bringe blauer Wasserstoff also gar nichts.

Autor TV-Beitrag: Cord Eickhoff – findet erneuerbare Energien klasse. Aber die "Wasserstoff"-Offensive von Hessens FDP entpuppt sich seiner Meinung nach als Eigentor, wenn der Wasserstoff aus fossilem Gas hergestellt wird.

René Rock, Fraktionsvorsitzender, FDP Hessen
René Rock, Fraktionsvorsitzender FDP Hessen möchte blauen Wasserstoff einsetzen.
© RTL Hessen