Gut gemeint, aber es hagelt Kritik

Herzogin Meghan: Schwindelt sie in ihrem offenen Brief über ihre ärmliche Jugend?

22. Oktober 2021 - 20:16 Uhr

Meghan behauptet, in bescheidenen Verhältnissen aufgewachsen zu sein

Sie hat es – mal wieder – gut gemeint, aber es hagelt Kritik: In einem offenem Brief an die US-Abgeordneten Nancy Pelosi und Charles Schumer forderte Herzogin Meghan (40) die Einführung von bezahlter Elternzeit in den USA. Damit möchte sie vor allem Familien in Armut helfen. In dem Schreiben erinnert sie sich an ihre eigene Kindheit in eher bescheidenen Verhältnissen zurück. Doch so ärmlich, wie Meghan es beschreibt, soll ihre Jugend keineswegs gewesen sein. Im Video zeigen wir, warum ihr jetzt unterstellt wird, die US-Regierung angeschwindelt zu haben.

Meghan: „Ein Essen für fünf Dollar war für uns schon etwas Besonderes“

"Ich bin mit der 4,99-Dollar-Salatbar im Restaurant 'Sizzler' aufgewachsen. (...) Ich weiß noch genau, wie sich das angefühlt hat: Ich wusste, wie hart meine Eltern arbeiteten, um sich das leisten zu können. Ein Essen für fünf Dollar war für uns schon etwas Besonderes", schreibt Meghan in dem Brief, der auf der Webseite "Paid Leave for all" (deutsch: Bezahlter Urlaub für alle) veröffentlicht wurde. Mit 13 haben sie bereits Kellnern müssen, um über die Runden zu kommen. Daher verstehe sie die Not vieler Familien.

Klingt nach einer Kindheit in sehr bescheidenen Verhältnissen. Allein die Tatsache, dass ihr Vater Thomas Markle (77), der damals als Kameramann gearbeitet hat, im Lotto gewonnen hat, ruft jetzt jedoch die Zweifler auf den Plan.

Meghan betritt mit dem Brief die politische Arena

Überhaupt soll sich Meghan doch bitte aus der US-Politik raus halten, finden einige republikanische Politiker in den USA. Unser Londoner RTL-Reporter Dan Farrington erklärt, warum sich auch in Großbritannien Unmut regt: "Meghan benutzt ihrem royalen Titel in dem Brief. Dadurch betritt sie die politische Arena – als Mitglied der Königsfamilie. Und das ist eigentlich nicht angebracht."

Zwar schreibt Meghan in dem Brief, sie sei keine Politikerin, nur eine Mutter, die sich für andere Familien einsetzen will, doch Experten vermuten, dass der Brief eine Art Testballon für eine eigene politische Karriere sein könnte.

Ob Meghan nun geschwindelt hat oder nicht, sie hat es zumindest gut gemeint und wollte Familien helfen, die heute nicht dieselben Privilegien genießen dürfen wie sie, Prinz Harry, Archie und Lilibet. (csp)