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Hersfeld-Rotenburg (Hessen): Ex-Grundschulleiter soll Kinder sexuell missbraucht und gefilmt haben

Staatsanwaltschaft ermittelt

Ex-Grundschulleiter aus Osthessen soll Kinder sexuell missbraucht und gefilmt haben

Grundschule
Ein ehemaliger Schulleiter aus Osthessen steht im Verdacht, Grundschüler missbraucht zu haben. (Motivbild) Foto: Daniel Karmann/dpa
deutsche presse agentur

Schock für Eltern

Gegen einen ehemaligen Grundschulleiter einer Grundschule im Kreis Hersfeld-Rotenburg werden aktuell heftige Anschuldigungen erhoben. Angeblich soll der 46-jährige Vater eines Sohnes unter „dringendem Tatverdacht des sexuellen Missbrauchs von Kindern, der Herstellung von kinderpornografischen Schriften sowie des sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen" stehen. Das bestätigt die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft auf RTL-Nachfrage. Zuerst hatte „Osthessen-News“ darüber berichtet.

Ehemaliger Schulleiter nun in Untersuchungshaft

Der 46-Jährige steht im Verdacht, Schüler sexuell missbraucht, gefilmt und das pornografische Material anschließend im Internet verbreitet zu haben. Aktuell laufen umfangreiche Ermittlungen gegen den Mann. Er sitzt seit Mitte Dezember in Untersuchungshaft.

Auch außerhalb der Arbeit soll der ehemalige Schulleiter damals Freizeitaktivitäten wie Workshops oder Einzelcoachings für Kinder angeboten haben.

Auf RTL-Anfrage teilte Georg Ungefuk, Pressesprecher der Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft, mit, dass sich die Ermittlungen aktuell noch in einer sehr frühen Phase befinden. Daher könnten zum jetzigen Stand noch nicht mehr Informationen zu dem Fall veröffentlicht werden.

Schulamt Bebra zeigt sich betroffen

Schulamt Bebra
Das Schulamt in Bebra habe bereits einen Krisenstab zur Klärung der Sachverhalte eingerichtet.
RTL / Carl Leinweber

Nach Informationen des Hessischen Rundfunks soll es sich um eine Grundschule in Rotenburg an der Fulda handeln. Auf RTL-Nachfrage beim zuständigen Schulamt in Bebra gab es keine Bestätigung zum Namen der betroffenen Schule.

Jürgen Krompholz vom Staatlichen Schulamt in Bebra teilte am Telefon aber mit, dass „hier alle erschüttert und bestürzt sind über das, was da im Raum steht“. Man wisse noch nichts von konkreten Betroffenen, bietet aber den Eltern und Kindern an, sich zu melden und Hilfe zu suchen. Hierfür stehen die Schulpsychologen bereit. Der Krisenstab sei bereits an der Arbeit. Der frühere Grundschuldirektor befindet sich den Angaben zufolge aus gesundheitlichen Gründen im Ruhestand. (kmü)

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