Schwanger während der Pandemie

Hebamme gibt Corona-Tipps: Wie sich werdende Mütter jetzt beruhigen können

Schwangerschaft
© dpa, Mascha Brichta, vtc dul lop alf

04. November 2020 - 13:27 Uhr

Schwangere haben aktuell viele Fragen

Die Corona-Pandemie stellt viele Schwangere vor eine sehr ungewisse Situation. Wie sieht eine Geburt unter Corona-Maßnahmen aus? Darf mein Partner dabei sein? Muss ich spezielle Dinge bei der Vorbereitung beachten? Hebamme Hannah Marder hilft aktuell vielen besorgten Müttern und gibt hier Tipps, wie Sie sich in dieser besonderen Situation entspannt vorbereiten können.

von Lauren Ramoser

Vorbereitung ist besonders wichtig: Das sollten Sie beachten

Nervosität vor der Geburt ist ganz normal, doch die Ungewissheit durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie stellen viele Schwangere aktuell vor ungeahnte Sorgen. Das kann die erfahrene Hebamme Hannah Marder gut nachvollziehen und rät daher zu intensiver Vorbereitung.

"Ich würde den Müttern raten, dass sie sich in der Geburtsklinik anmelden", so Hannah Marder. "Dass sie sich in der 30. Woche einen Termin für in der 36 Schwangerschaftswoche geben lassen. Und dabei sollten sie klären, wie die Gegebenheiten in der Klinik sind."

Die wichtigsten Fragen, die dabei individuell geklärt werden sollten, sind:

  • Ist ein Mundschutz in der Klinik erforderlich?
  • Ab wann darf der Partner oder die Partnerin dabei sein?
  • Ist eine ambulante Entbindung möglich?

Gerade die Frage nach der ambulanten Entbindung hält die Hebamme in Corona-Zeiten für wichtig. "Sollte es Mutter und Kind nach der Entbindung gut gehen, ist das die bessere Variante", so Marder. "Besuch ist aktuell in keiner Klinik erlaubt und bei vielen Kliniken ist es so, dass nicht mal der Vater mit auf die Wochenbettstation darf." So könnte die Familie das Wochenbett in den eigenen vier Wänden dann entspannter genießen.

Tipps für ausgefallene Geburtsvorbereitungskurse

Auch die ausgefallenen Geburtsvorbereitungskurse setzen viele Schwangere unter Druck. "Manche Hebammen bieten Online-Kurse an", erklärt Hannah Marder. "Die können dann zusammen mit dem Partner von zuhause aus wahrgenommen werden."

Es gibt allerdings auch Anlaufstellen, die solche Kurse als Paket anbieten, falls der Aufwand für die eigene Hebamme zu groß ist. Die Hebamme empfiehlt gerade in dieser besonderen Zeit Entspannungsübungen, je näher die Geburt rückt. Die kann jede Schwangere für sich machen und ist in diesem Fall nicht auf Online-Kurse angewiesen. 

Was ist im Falle einer intensivmedizinischen Betreuung?

Natürlich kann es auch bei einer Geburt zu Komplikationen kommen. Wegen der Corona-Pandemie ist ein Auge auch immer auf die Auslastung der intensivmedizinischen Kapazitäten gerichtet. Doch Hebamme Hannah Marder gibt Entwarnung: "Ich habe noch keine Fälle an intensiv betreuten Schwangerschaften mitbekommen." Das routinierte Personal auf Geburtsstationen sollte also schnell genug reagieren können.