Wasserversorger stellt StrafantragHat jemand das Trinkwasser in Laatzen mit Absicht vergiftet?

Seit mehr als einer Woche dürfen hunderte Menschen in der Region Hannover das Wasser aus dem Hahn nicht mehr zum Verzehr oder zur Körperhygiene nutzen. Jetzt hat der Wasserversorger einen Strafantrag gegen Unbekannt gestellt.
Lese-Tipp: So wurde die Verunreinigung bemerkt.
Tag Neun ohne Trinkwasser
Das zweite Wochenende mit extremen Nutzungseinschränkungen liegt hinter hunderten Bewohnern von Laatzen (Region Hannover). Seit das Problem am Samstag, dem 20.8., entdeckt wurde, versucht der Wasserversorger enercity es so schnell wie möglich zu lösen. Doch noch ist das Wasser nicht wieder sauber. Es werden ständig Proben entnommen. Laut Gesundheitsamt gelte: Sobald an zwei aufeinanderfolgenden Tagen unbedenkliche Ergebnisse bei den Wasserproben vorliegen, wird eine Wasserspülung des Netzes sowie der Hausinstallation der betroffenen Gebäude mit Chlor erfolgen müssen.
Wasser möglicherweise mit Absicht vergiftet
Duschen im nahegelegenen Schwimmbad, Trinkwasserlieferungen vom Technischen Hilfswerk – der Grund für das ganze Dilemma in der Region Hannover ist klar: Im Hahnenwasser sind Bakterien, die Magen-Darm-Probleme auslösen können. Doch jetzt erklärt enercity: Die konkrete Ursachenforschung dauert an, die bisherigen Erkenntnisse deuten aber „auf einen möglichen Fremdeintrag“ hin. Enercity hat deshalb Strafantrag gegen Unbekannt bei der Polizei Hannover gestellt! (jsc)

