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"Harter Schlag": Deutscher Lieferdienst Frischepost meldet Insolvenz an

Unternehmen sucht jetzt dringend neuen Partner

Deutscher Lieferdienst Frischepost meldet Insolvenz an

Der Lebensmittel Lieferservice Frischepost in Hamburg meldet Insolvenz an.
Nachhaltigkeit gehört zur Firmenphilosophie bei Frischepost.
Frischepost

„Gute Lebensmittel. Gut geliefert“, heißt es auf der Webseite des Hamburger Online-Lieferdienstes, doch damit könnte bald Schluss sein – denn das Unternehmen muss Insolvenz anmelden.

Kauf geplatzt

Der Lebensmittel Lieferservice Frischepost in Hamburg meldet Insolvenz an.
Mit Elektroautos liefert Frischepost bis an die Haustür.
Frischepost

„Ein harter Schlag“, sagt der vorläufige Insolvenzverwalter Finn Peters in Hamburg auf Anfrage von RTL. Sieben Jahre nach der Gründung droht dem Hamburger Lieferservice nun vielleicht das Ende. Der Grund: Das Berliner Unternehmen Footprint.Club wollte Frischepost noch im Mai übernehmen, ist aber überraschend vom Kauf zurückgetreten. „Durch den überraschenden Rückzug unseres Partners ist in unserem Unternehmen eine Liquiditätslücke entstanden“, erklärt Eva Neugebauer, die Geschäftsführerin der Frischepost GmbH, in einer Mitteilung.

Mitarbeiter werden noch beschäftigt

„Der Betrieb wird nun von der Geschäftsführung und dem Insolvenzverwalter fortgeführt“, erläutert Peters. „Damit haben wir Zeit, noch potenzielle Interessenten oder Käufer zu finden.“
Der norddeutsche Lieferdienst trifft mit Nachhaltigkeit den Zeitgeist, aber die Konkurrenz ist zu groß und es wird dringend ein starker Partner gesucht. Solange das Insolvenzverfahren läuft, sollen alle 65 Mitarbeiter weiter beschäftigt bleiben und auch bezahlt werden, heißt es vom Insolvenzverwalter.

Große Pläne sind bisher gescheitert

Einige Jahre zuvor wollte die Hamburger Firma noch expandieren und sich auf andere deutsche Städte ausweiten, zog sich aber wieder zurück. Dabei ist die Idee, dass Kunden die Möglichkeit bekommen, die Produzenten ihrer Lebensmittel persönlich kennenzulernen und dabei ein Netzwerk gerade für kleine Betriebe aufgebaut wird, vorbildlich. „Ich bin davon überzeugt, dass wir sehr schnell eine positive Lösung für Frischepost finden und unsere Vision mit einem neuen starken Partner erfolgreich fortführen werden“, so Eva Neugebauer. Auch der vorläufige Insolvenzverwalter ist optimistisch und hofft auf die Fortführung des Unternehmens. (nid)