Abhilfe für den Park-Dschungel?

Wissenschaftler sammeln Daten per App -

23. März 2022 - 18:08 Uhr

Die Parkplatzsuche, vor allem in der Großstadt, kostet oft viele Nerven, deswegen sammeln Wissenschaftler aus Frankfurt jetzt Daten, wie lange unsere Parkplatzsuche eigentlich wirklich dauert. Die Hoffnung der Wissenschaftler: Das Verkehrsverhalten der Menschen ändern. Wie das funktionieren soll, sehen Sie im Video.

Auto lieber mal stehen lassen?

Wie lange unser Reporter für die Parkplatzsuche in Frankfurt gebraucht hat, sehen Sie im Video.
Wie lange unser Reporter für die Parkplatzsuche in Frankfurt gebraucht hat, sehen Sie im Video.
© rtl.de

Für die App "Start2Park" werden aktuell Daten gesammelt, aus denen hervorgehen soll, wie lange die Parkplatzsuche dauert. Die App soll den Nutzern später aber nicht dabei helfen, möglichst schnell einen Parkplatz zu finden, sondern sie eher dazu bringen, das Auto auch mal stehen zu lassen.

"Es würde dann eben so aussehen, ihre App sagt nicht mehr nur, dass sie 20 Minuten bis zur Tür Ihres Zieles brauchen, dass Sie anstreben. Sondern dass sie auch sagt: Bitte rechnen Sie bei der aktuellen Verkehrssituation mit acht Minuten Parkplatzsuche", erklärt der Projektleiter von Start2Park Professor Tobias Hagen.

Menschen sollten eher auf das Fahrrad umsteigen

Die Hoffnung ist, dass die Menschen mit den zusätzlichen Informationen zu der Parkplatzsuche lieber auf das Fahrrad oder den öffentlichen Personennahverkehr umsteigen. Je häufiger die App genutzt wird, desto aussagekräftiger werden die Ergebnisse für die Navigationsapp. Diese könnte dann im kommenden Jahr auf die Daten zugreifen, die aktuell noch gesammelt werden.

Die App Start2Park wird mit 1,5 Millionen Euro vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr gefördert und könnte dafür sorgen, dass die Menschen weniger Auto fahren und auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel umsteigen. (ast)