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Hamilton schöpft Hoffnung: Hat sich Verstappen bei den Reifen verzockt?

Soft oder Medium, das ist hier die Frage

Hamilton schöpft Hoffnung: Hat sich Verstappen bei den Reifen verzockt?

Mercedes oder Red Bull: Wer hat die besten Reifenwahl getroffen?
Mercedes oder Red Bull: Wer hat die besten Reifenwahl getroffen?
picture alliance

Verstappen droht früher Stopp

Was für eine Fabel-Runde von Max Verstappen beim Qualfying in Abu Dhabi. Pole! Mit einer Top-Zeit! Ein Ausrufezeichen im WM-Duell mit Lewis Hamilton vor dem Final-Rennen. Doch ein Blick auf die Reifenstrategie könnte die Freude bei Red Bull ein wenig trüben. Verstappen geht im Gegensatz zu Hamilton (Medium) auf weichen Reifen ins Rennen. Ein Vorteil für den Niederländer, wenn man nur den Start betrachtet. Allerdings, und das steht zu befürchten, werden die soften Schlappen nach sieben, acht Runden abbauen. Ein früher Stopp wäre die Folge. Ein Umstand, der im Mercedes-Lager für Hoffnung sorgt. Trotz der Quali-Pleite.

Mercedes wittert seine Chance

„Eindeutig 1:0 für RB. Es lief definitiv schlechter für uns als erwartet. Es wäre gut für uns gewesen, wenn wir vorne starten könnten. Da kommst du mit Soft besser weg. Von der Strategie her sind sie aber suboptimal unterwegs. Nach sieben, acht Runden werden die Reifen nachgeben. Von der Strategie haben wir ein paar Spielvarianten, weil sie definitiv früher wechseln müssen“, sagte Mercedes-Teamchef Toto Wolff.

Auch Hamilton wirft die Flinte nach der Quali-Demütigung längst nicht ins Korn. Im Gegenteil. „Wir sind auf unterschiedlichen Reifen unterwegs. Mal schauen, wie es läuft. Ich werde ihn ja die ganze Zeit im Blick haben“, betonte der Rekordweltmeister. Angesichts der Reifenwahl sei man für das Rennen aber „in einer guten Position“.

Guter Longrun auf den Soft

Bei Red Bull gibt man sich gelassen. Dass die roten, soften Pneus schon nach sieben, acht Runden nachgeben werden, ist kein Naturgesetz. Und hängt von vielen Faktoren ab. „Wenn wir den Freitag hernehmen, dann hält er länger“, sagte RB-Motorsportberater Helmut Marko im 'ORF'. "Wir haben am Freitag glücklicherweise mit dem Roten einen Longrun gemacht, der an und für sich gut war."

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Alles angerichtet für den Showdown

Zudem hänge es „natürlich auch von den Temperaturen ab", wie lange der Reifen halten werden, so Marko. "Aber Poleposition ist Poleposition und die ist recht deutlich ausgefallen. Wir werden das Rennen von vorneweg gestalten und das ist besser, als wenn man von hinten attackieren muss.“ Die Wahrheit ist sowieso auf dem Asphalt. (tme)