Tödlich für Fische

Zu wenig Sauerstoff in der Elbe

Ein Baggerschiff fährt auf der Elbe. Foto: Daniel Bockwoldt/Archivbild
Ein Baggerschiff fährt auf der Elbe. Foto: Daniel Bockwoldt/Archivbild
© deutsche presse agentur

25. Juni 2021 - 14:00 Uhr

Fluss müsse sich erholen

Die Sauerstoffwerte in der Elbe sind schlecht. Das Aktionsbündnis Lebendige Tideelbe und der Verein "Rettet die Elbe" verlangen daher eine dauerhafte Erholung des schwer angeschlagenen Flusses, die kürzlich fertiggestellte Elbvertiefung aufzugeben und weitere Baggerungen zu stoppen. "Die Baggerarbeiten mit ihren erheblichen negativen Einflüssen auf die sensible Tideelbe müssen sofort gestoppt werden", erklärten der Verein und die in dem Bündnis zusammengeschlossenen Umweltverbände BUND, Nabu und WWF.

Sauerstoffloch in der Elbe

Die Verbände geben an, dass die Sauerstoffkonzentration an der Messstation Blankenese seit 18. Juni unter die für Fische kritische Grenze von vier Milligramm pro Liter liege. Drei Tage später, also am 21. Juni, habe sie sogar fast durchgehend nur noch weniger als drei Milligramm betragen – und zeitweise sogar den für Fische tödlichen Wert von zwei Milligramm erreicht.

An der Messstation Seemanshöft sei dieser kritische Wert sogar unterschritten worden. Auch an der Messstelle Bunthaus seien nur knapp über zwei Milligramm festgestellt worden. In diesem Zusammenhang sprachen die Verbände von einer ungewöhnlich großen Ausdehnung des Sauerstofflochs.

Immer weniger Stint

Umweltverbände warnen schon seit längerem vor den ständige Baggerarbeiten. Diese seien nicht nur teuer, sondern wirkten sich auch auf die Fischbestände aus: So gebe es seit Jahren immer weniger Stint in der Elbe. (dpa/fst)

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