Dieser Anhänger könnte besonders Kindern und Senioren helfen

Luca-App bald ohne Smartphone?

In den nächsten Wochen kommt in Hamburg ein Schlüsselanhänger für die Luca-App.
In den nächsten Wochen kommt in Hamburg ein Schlüsselanhänger für die Luca-App.
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09. Juni 2021 - 18:21 Uhr

Schlüsselanhänger für die Luca-App

Auf dem Weg zur Normalität unterstützt die Stadt Hamburg die Gastronomie und den Handel in Form einer digitalen Kontaktnachverfolgung, was Finanzsenator, Dr. Andreas Dressel im heutigen RTL Interview als "Richtig und wichtig" erläutert. Der erste Schritt war die Einführung der Luca-App, doch nicht jeder besitzt ein Smartphone. Jetzt aber: Ein Schlüsselanhänger für die Luca-App. Nach Schleswig-Holstein will nun auch Hamburg solche Schlüsselanhänger an Menschen ohne Smartphone verteilen. Die Anhänger sind eine Alternative zum QR-Code, den Nutzer und Nutzerinnen mit ihrem Smartphone scannen, wenn sie sich im Restaurant oder Geschäft anmelden.

Zettelwirtschaft war gestern

Von dem Schlüsselanhänger sollen vor allem Kinder und Senioren profitieren, erläutert Andreas Dressel: "Es ist so, dass nicht jeder ein Smartphone hat, nicht jeder mit einer App umgehen kann. Hier bieten wir diesen Schlüsselanhänger an - in unseren Kundenzentren, um damit die Möglichkeit zu geben, dass man mit diesem Schlüsselanhänger, wo eine bestimmte Nummer drauf ist, auch die Angebote nutzen kann. Und dann fällt die Zettelwirtschaft weg." Die Anhänger sollen in den nächsten Wochen in den Bezirksämtern kostenlos ausgegeben werden.

Wie funktioniert der Schlüsselanhänger?

Obwohl der Schlüsselanhänger vorrangig für Menschen gedacht ist, die kein Smartphone besitzen, erfolgt die Registrierung trotzdem digital. Andreas Dressel ist aber optimistisch: "Wenn man die Registrierung vornehmen muss, dann gehen wir natürlich davon aus, dass gerade die ganz Jungen und die Älteren nicht über ein Smartphone verfügen. Aber das sie auch irgendwo eine Möglichkeit haben, wo sie selber einmal dezentral die Registrierung vornehmen können: Bei Freunden, Bekannten, Verwandten." Und wer dort nicht die gewünschte Hilfe bekommt – kann auch bei den Mitarbeitern im Bezirksamt nachfragen, die können weiterhelfen.

Nach der Registrierung steht dem Besuch im Restaurant oder im Einzelhandel nichts mehr im Weg: "Es ist so, dass man sich mit der Nummer, die auf dem Schlüsselanhänger entsprechend ist, sich faktisch eincheckt, ohne Smartphone, sondern mit seinem Schlüssel – durch die Verifizierung der Nummer werden die dementsprechenden Daten gesendet", erklärt Finanzsenator Andreas Dressel. (vfr)

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