Gerät war 4 Tage im Magen des Mannes

Knacki verschluckt Handy - Arzt veröffentlicht Fotos

Arzt zeigt auf seinem Facebook-Profil Fotos der OP
Röntgenaufnahme: Knacki im Kosovo verschluckt Handy
Facebook / Skender Telaku

Kosovo: Häftling hat "unkaputtbares" Nokia 3310 runtergeschluckt

Ein Arzt erlebt in seiner Laufbahn sicher so einiges, aber dieser Einsatz soll selbst für einen erfahrenen Gastroenterologen skurril gewesen sein. Ein 33-jähriger Kosovare hatte einen „Handy-Unfall“ der außergewöhnlichen Art: Der Knacki hatte sein Nokia 3310 verschluckt.

Handy steckte in 3 Teilen im Körper des Knackis fest

Knacki verschluckt Nokia 3310 - Arzt veröffentlicht Fotos nach der OP
Kosovo: Häftling verschluckt Nokia 3310
Facebook / Skender Telaku

Das Kult-Handy Nokia 3310 gilt als unzerstörbar und wird von Fans „Backstein“ genannt. Doch für einen Einsatz im Magen ist es nicht vorgesehen. Warum der Häftling sein Handy verschluckte, ist bisher nicht bekannt. Doch dort konnte es nicht bleiben – Magen-Darm-Doktor Skender Telaku musste ran. Der Arzt veröffentlichte jetzt Fotos des skurrilen Einsatzes auf seinem Facebook-Profil und berichtete von dem Vorfall.

Lokalen Medien erzählte Telaku: „Ich bekam einen Anruf wegen eines Patienten, der einen Gegenstand verschluckt hatte und nach einem Scan stellten wir fest, dass sich das Telefon in drei Teile geteilt hatte. Die Front, die Rückseite und die Batterie.“

Operation dauerte 2 Stunden

Arzt veröffentlicht Foto des skurrilen Einsatzes
Nokia 3310 von Knacki aus dem Kosovo verschluckt
Facebook / Skender Telaku

Und da der Häftling das Telefon natürlich nicht verdauen konnte, steckte es in seinem Körper fest, ganze vier Tage lang. „Von allen Teilen beunruhigte uns die Batterie am meisten, weil sie möglicherweise im Magen des Mannes hätte explodieren können“, erzählte der Gastroenterologe weiter. Zudem seien im Akku des Handys tödliche Schadstoffe.

Aber Skender Telaku und sein Team nahmen eine Endoskopie vor und schafften es in einer zweistündigen OP alle Teile des Mobiltelefons aus dem Körper des 33-jährigen Kosovaren zu entfernen. Heraus kam das Gerät auf demselben Weg, wie es hereingekommen war – durch den Mund. Die Operation sei ohne Komplikationen verlaufen. (mca)