Liste der Giftnotrufzentralen und Giftinformationszentren

Giftnotruf-Hotline in jeder Stadt anders: Diese Nummern sollten Sie kennen!

© Getty Images/iStockphoto, MartinPrescott

13. November 2019 - 14:22 Uhr

Was tun, wenn das Kind etwas Giftiges verschluckt?

Kaum guckt man drei Sekunden weg, schon kann es passiert sein: Das Kind hat Reinigungsmittel geschluckt oder an giftigen Beeren genascht. Dann gilt: Sofort die Giftnotrufzentrale anrufen, um Schlimmeres zu vermeiden. Je nach Bundesland sind die Nummern der Zentralen allerdings unterschiedlich. Wir haben die Telefonnummern für Sie aufgelistet und erklären, was Sie beachten sollten.

Was machen die Giftinformationszentralen?

Die Giftnotruf- oder Giftinformationszentralen sind für akute Vergiftungsfälle 24 Stunden erreichbar und helfen in der Not. In den Giftinformationszentren arbeiten speziell ausgebildete Mitarbeiter aus den Bereichen Medizin, Pharmazie und Chemie, die bei einem Notfall mit mutmaßlicher Vergiftung schnell und vor allem zielgerichtet helfen und handeln können.

Daher ist die Giftnotrufzentrale bei einer mutmaßlichen Vergiftung die erste Anlaufstelle, um die Situation zu erfassen und mögliche Folgen zu verhindern.

Diese Informationen sollten Sie bereithalten

  • Wer ist betroffen?
  • Was hat die mutmaßliche Vergiftung ausgelöst?
  • Wann ist die Vergiftung eingetreten und wie viel wurde von der Substanz eingenommen?
  • Wie wurde die Substanz aufgenommen?
  • Was sind die konkreten Symptome?

Hier können Sie bei einer Vergiftung anrufen

Alle Nummern in allen Bundesländern

Nordrhein-Westfalen 0228 19240
Saarland 06841 19240
Bayern 089 19240
Baden-Württemberg 0761 19240
Berlin, Brandenburg 030 19240
Hessen, Rheinland-Pfalz 06131 19240
Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen 0551 19240
Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen 0361 730730

Bei Erbrechen oder Ohnmacht: 112 wählen

Diese Symptome können bei einer Vergiftung eintreten:

  • Schluckbeschwerden mit Rötungen in Mund und Rachen sowie Blasenbildung
  • Atemnot
  • Bei äußerlichen Vergiftungen kann es zu Verätzungen auf der Haut oder im Auge kommen

Sollte der Betroffene allerdings erbrechen oder ohnmächtig werden, sollte sofort der Notruf 112 alarmiert werden.