Gesundheitslexikon: Stomatitis

29. November 2018 - 15:48 Uhr

Stomatitis: Entzündung der Mundschleimhaut

Bei der Stomatitis handelt es sich um eine Entzündung der Mundschleimhaut. Sie betrifft Menschen jeden Alters – auch Kinder – und hat zahlreiche Ursachen.

Was ist eine Stomatitis?

Obwohl die Stomatitis eine autonome Krankheit darstellt, kann sie auch als Begleiterkrankung einer anderen Krankheit entstehen. Häufig tritt sie als eine Begleiterkrankung von Krebs auf. Des Weiteren kann sie als Nebenwirkung aus einer vorangegangenen Therapie entstehen. Es gibt darüber hinaus diverse Faktoren, die eine Entzündung der Mundschleimhaut auslösen können. Noxen wie Nikotin, Alkohol und Metalle sind risikobehaftete Faktoren, aus denen die Erkrankung resultieren kann. Letztlich kann auch ein Vitaminmangel (Vitamin A, B und C) den Auslöser darstellen, genau wie eine trockene Mundschleimhaut. Häufige Auslöser werden im folgenden Abschnitt beschrieben.

Häufigste Ursachen

In den meisten Fällen sind bakterielle Infektionen für eine Stomatitis verantwortlich. Auch Viren und Hefepilze können die Erkrankung hervorrufen. Dieser Entstehung der Stomatitis geht meistens ein geschwächtes Immunsystem voraus. Auch allergische Reaktionen, die beispielsweise durch Speisen oder Mundpflegemittel hervorgerufen werden, können das Krankheitsbild auslösen. Insbesondere Penicillin gilt als risikoreicher Indikator für eine Stomatitis. Andere äußere Einflüsse, etwa Verbrennungen durch heiße Nahrung oder Getränke, können ebenso eine mögliche Ursache darstellen. Mechanische Fehlstellungen, beispielsweise durch Zahnspangen oder Prothesen, können eine Stomatitis auch provozieren.

Symptome einer Stomatitis

In erster Linie ist es der Schmerz, der die meisten Betroffenen auf eine Stomatitis hinweist. Dieser tritt vordergründig dann zutage, wenn besonders heiße, saure oder scharfe Lebensmittel zugeführt werden. Zudem macht sich die Entzündung der Mundschleimhaut auch optisch bemerkbar. Schwellungen, gerötete Stellen und weiße Beläge zählen zu den gängigen Symptomen. Überschüssige Speichelbildung und Mundgeruch sind weitere Begleiterscheinungen, denen viele Patienten ausgesetzt sind. In seltenen Fällen kann es zu Blutungen und Bläschen in der Mundhöhle kommen.

Diagnose und Therapie

Die Feststellung einer vorliegenden Stomatitis ermittelt der Arzt anhand des klinischen Erscheinungsbildes. Auch eine Untersuchung des Blutbildes kann Aufschluss geben. Es gibt keine universell anwendbare Therapieform für eine Stomatitis. Sie richtet sich nach der Ursache. Bakteriell bedingte Entzündungen werden mithilfe von Antibiotika behandelt. Virale Entzündungen der Mundschleimhaut werden mit Virustatika therapiert, während Mykosen mit Antimykotika beigekommen wird. Zahnprothesen und Zahnspangen müssen besonders sorgfältig gereinigt werden. Auch Tinkturen, beispielsweise aus den rotbraunen Wurzeln der Ratanhia-Pflanze, können den Heilungsprozess nachhaltig unterstützen. Regelmäßiges Gurgeln empfiehlt sich ebenfalls.

Vorbeugung

Es gibt viele Möglichkeiten, das Risiko einer Stomatitis auf ein Minimum zu reduzieren. Primär ist auf eine adäquate Mundhygiene zu achten. Hierunter fallen alle Maßnahmen, die zu einer guten Mundflora beitragen: gewissenhaftes Zähneputzen, die Reinigung der Zahnzwischenräume mit Zahnseide und halbjährliche Kontrollen beim Zahnarzt. Auch künstliche Zähne müssen akribisch gepflegt werden. Sie sollten zweimal pro Tag unter fließendem Wasser gereinigt werden. Toxische Einflüsse, etwa der Konsum von hochprozentigem Alkohol oder Nikotin, sollte auf ein Minimum reduziert oder komplett vermieden werden. Des Weiteren sollten Sie zu heiße Speisen und Getränke meiden. Ständige Verbrennungen können eine Entzündung der Mundschleimhaut forcieren. Ärzte empfehlen eine gesunde, ausgewogene und vitaminreiche Ernährung, denn Mangelerscheinungen sind häufig die Ursache für die Bildung von entzündeten Mundschleimhäuten und Aphthen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.