Gesundheitslexikon: schwarzer Tee

29. November 2018 - 15:51 Uhr

Schwarzer Tee – weniger Koffein als Kaffee, aber gesünder

Schwarzer Tee ist eine fermentierte Variante des grünen Tees und in Deutschland ein beliebtes Heißgetränk. Es gibt ihn in vielen aromatischen Sorten. Er hat in einigen Regionen Europas eine lange Tradition, etwa im Norden Deutschlands oder in England, wo er mit Milch getrunken wird. Schwarztee ist äußerst bekömmlich, hat eine anregende Wirkung und seine Inhaltsstoffe kommen der Gesundheit zugute.

Was ist schwarzer Tee?

Schwarzer Tee oder auch "Schwarztee" ist eine oxidierte Variante des Grüntees. Der Tee wächst an einem immergrünen Strauch und gehört zur Familie der Kamelien. Es gibt unterschiedliche Sorten, worunter Darjeeling, Assam und Ceylon zu den bekanntesten zählen. Die Blätter werden von Hand gepflückt, gewelkt und maschinell gerollt. Um schwarzen Tee zu erhalten, werden die Blätter zusätzlich bei 30° C unter Luftfeuchtigkeit fermentiert und anschließend mit Heißluft getrocknet. So erhalten sie ihre dunkle, kupferrote Färbung und ihr Aroma. Die größten Anbaugebiete für schwarzen Tee befinden sich vorwiegend in Indien, Sri Lanka, Afrika, Südamerika, im Iran und in der Türkei.

Inhaltsstoffe

In schwarzem Tee sind die Mineralstoffe Kalium, Fluorid, Eisen, Kalzium, Magnesium, Zink und Mangan enthalten. Zu den Inhaltsstoffen zählen B-Vitamine, eine Reihe sekundärer Pflanzenstoffe wie Theaflavine und Flavonoide, ätherische Öle und Gerbstoffe. Letztere verleihen dem Tee sein angenehmes und charakteristisches Aroma. In einer Tasse schwarzen Tees stecken außerdem etwa 20 bis 50 Milligramm Koffein. Das ist etwa halb so viel wie in einer Tasse Kaffee. Da das Koffein des schwarzen Tees langsamer vom Körper aufgenommen wird, hält die stimulierende Wirkung umso länger an. Je länger der schwarze Tee zieht, desto intensiver der Geschmack und anregender die Wirkung.

Verwendung und Wirkung

Im Gegensatz zu Kaffee hat schwarzer Tee keinen Einfluss auf die Magensäure oder den Cholesterinspiegel, sodass er tatsächlich eine Alternative darstellt. Außerdem schützt der hohe Fluoridgehalt den Zahnschmelz. Die enthaltenen Polyphenole unterstützen das Immunsystem und schützen Zellen sowie Gefäße, weil sie freie Radikale abfangen. Schwarzer Tee hat sich weiterhin als gutes Hausmittel gegen Durchfall bewährt. Die enthaltenen Gerbstoffe haben eine schmerzlindernde und antibakterielle Wirkung, unterstützen die Wundheilung, lassen Entzündungen schneller abklingen und fördern die Blutstillung. Ein langfristiger Konsum kann zudem hohen Blutdruck senken und diesen stabilisieren. Schwarzer Tee sollte mindestens zwei bis maximal fünf Minuten ziehen.

Wichtige Hinweise

Aufgrund seines Koffeinanteils sollten Kinder keinen schwarzen Tee trinken. Außerdem kann ein übermäßiger Genuss Mangelerscheinungen hervorrufen. Dies betrifft die Aufnahme von Vitamin C, Eisen und Kalzium. Schwarzer Tee sollte nicht zusammen mit den Mahlzeiten aufgenommen werden, da sich sonst die Wirkstoffe mit Eisen binden und eine Eisenaufnahme behindert wird. Bei der Einnahme von Medikamenten sollte auf den Genuss von Schwarztee verzichtet werden, weil er die Aufnahme der Arzneiwirkstoffe unterbinden kann. Schwangere können sich hin und wieder eine Tasse gönnen. Grundsätzlich ist von einem übermäßigen Verzehr abzuraten. Ein bis zwei Tassen täglich hingegen, am besten am Tag, wirken wohltuend.