Erkrankung der Mundschleimhaut

Gesundheitslexikon: Herpangina (Zahorsky-Krankheit)

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16. Oktober 2019 - 14:55 Uhr

Herpangina: Von der Virusinfektionskrankheit sind meist Kinder betroffen

Bei Herpangina, auch als Zahorsky-Krankheit bezeichnet, handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die vor allem bei Kindern vorkommt. Nicht selten ist gleich ein ganzer Kindergarten davon betroffen, denn eine Ansteckungsgefahr lauert schon vor dem Ausbruch.

Was ist Herpangina?

Herpangina wird von Medizinern auch als vesikuläre Pharyngitis oder Zahorsky-Krankheit bezeichnet. Es handelt sich dabei um eine Virusinfektion, die von Fieber begleitet ist, jedoch innerhalb von wenigen Tagen abklingt. Betroffen sind vor allem Kinder, häufiger Vorschulkinder und seltener Erwachsene. Die Inkubationszeit beträgt etwa zwischen zwei und sechs Tagen. Auslöser sind die Coxsackieviren Typ A, welche auch für Bindehautentzündungen oder die sogenannte Sommergrippe verantwortlich sein können. Die Viren gibt es auf der ganzen Welt. Eine Ansteckung ist jedoch für den Menschen in der Regel harmlos. Vermehrt tritt die Infektionskrankheit im Sommer und im Herbst auf.

Ursachen einer Herpangina

Eine Ansteckung mit den Coxsackieviren erfolgt über Schmierinfektion, was bei Kindern sehr schnell sowohl über Husten und Niesen, als auch Exkremente geschieht. Deswegen ist Händewaschen nach dem Toilettengang oberstes Gebot. Hat ein Kind die Viren in seinem Körper, ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Kinder in seiner Nähe sich anstecken, sehr hoch. So sind vor allem Kindergartengruppen gefährdet. Die Erreger können zudem über verunreinigte Lebensmittel bzw. Trinkwasser aufgenommen werden. Desinfektionsmittel sind in der Regel wirkungslos und es gibt auch keine vorbeugenden Medikamente oder Impfungsmittel.

Symptome einer Herpangitis

Typisches Anzeichen für Herpangina ist eine Bläschenbildung im Mund, besonders an den Gaumen oder auch den Mandeln. Die Bläschen sind grau-weißlich gefärbt und haben einen rötlichen Hof. Wenn sie platzen, sind sie sehr schmerzhaft und führen häufig zu Schluckbeschwerden. Die Krankheit beginnt mit leichtem bis hohem Fieber, welches innerhalb weniger Tage abklingt. Begleiterscheinungen sind Müdigkeit, Bauch-, Kopf- und Halsschmerzen. Da sich die Viren nicht nur im Rachen, sondern auch im Magen-Darm-Trakt vermehren, kann es zu Unwohlsein, Übelkeit und Erbrechen kommen. In seltenen Fällen kann außerdem zusätzlich eine bakterielle Infektion hinzukommen.

Wie kann eine Herpangina diagnostiziert werden?

Sobald sich die ersten Anzeichen zeigen, sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann normalerweise bereits anhand der typischen Symptome die Diagnose Herpangina stellen. Nachdem er die Mandeln inspiziert hat, kann er weiterhin eine zusätzliche bakterielle Infektion ausschließen oder diese anhand von sichtbarem gelbem Belag auf den Mandeln feststellen. Um sicherzugehen, dass es sich nicht um andere Krankheiten handelt, kann der Mediziner außerdem den Stuhl des Kindes auf die Viren testen oder sie mittels einer Rachenspülung nachweisen. Üblich sind diese Verfahren allerdings nicht.

Behandlung/Therapie einer Herpangina

Die Zahorsky-Krankheit kann nur symptomatisch therapiert werden. Fiebersenkende Mittel, schmerzstillende Medikamente und Lutschpastillen können die Symptome lindern, bis sie schließlich von selbst abklingen. In dieser Zeit sollte auf säurehaltige Getränke oder Lebensmittel verzichtet werden, um die Schmerzen gering zu halten. Tees zum Gurgeln können ebenfalls die Entzündungen mildern. Falls die Erreger sich stark verbreitet haben und es zu einer bakteriellen Entzündung gekommen ist, müssen zusätzlich Antibiotika eingenommen werden. Nach Abklingen der Krankheit ist der Mensch ein Leben lang immun gegen die Viren.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.