Vordere Teil des Kopfes mit Augen, Nase und Mund

Gesundheitslexikon: Gesicht

14. August 2019 - 11:57 Uhr

Das Gesicht - Zentrum der Sinnesorgane

Das Gesicht wird auch Antlitz oder Angesicht genannt. Der medizinische Ausdruck hierfür lautet Facies. Das Gesicht war schon immer Gegenstand vor allem medizinischer, aber auch naturwissenschaftlicher Untersuchungen und nimmt auch in der Kunst und Fotografie einen zentralen Platz ein. Darüber hinaus ist eine Kommunikation der Menschen untereinander ohne Gesicht undenkbar, da es durch seine Mimik eine wesentliche Informationsquelle darstellt, um andere Menschen zu beurteilen. Außerdem können neben Gefühlsregungen auch bestimmte Erkrankungen eine Veränderung des Gesichts bewirken.

Was ist das Gesicht?

Das Gesicht des Menschen ist frei von Kopfhaar und bildet das Zentrum der Sinnesorgane. Dazu zählen Augen, Nase, Mund und Ohren. Einen Hauptteil des Gesichts nimmt die Stirn ein, die von den Schläfen begrenzt wird. So unterschiedlich wie die Menschen selbst ist auch deren Gesichtsform, bei der grundsätzlich zwischen fünf verschiedenen Grundformen unterschieden werden kann: oval, rund, quadratisch, herzförmig und trapezförmig. Die Gesichtsform selbst reicht vom Haaransatz bis zum Kinn. Die Struktur des Gesichts wird dabei zu einem großen Teil durch das Wachstum von Knochen- und Knorpelgewebe unter der Haut geprägt.

Anatomie des Gesichts

Das Gesicht nimmt den vorderen Teil des Kopfes ein. Es verläuft von der Stirn und den Ansätzen der Augenbrauen in vertikaler Richtung bis hin zum Kinn. Horizontal reicht es von einem Ohr zum anderen. Der Aufbau besteht aus zwei Augen und Ohren, einer Nase und einem Mund. Der Mund setzt sich äußerlich aus den Lippen, dem Mundraum, der Zunge und den Zahnreihen zusammen. Die Gesichtshaut besteht, ebenso wie die restliche Haut des Menschen, aus Oberhaut, Lederhaut und Unterhaut. Für die Beweglichkeit des Gesichts sind 26 Gesichtsmuskeln verantwortlich. Die Versorgung aller Sinnesorgane erfolgt über Nervenbahnen, die vom Gehirn ausgehen.

Funktion des Gesichts

Zu den wichtigsten Aufgaben des Gesichts gehört die Wahrnehmung mit allen Sinnen. Dazu zählen Sehen, Hören, Riechen und Schmecken. Da das Gesicht einen Bestandteil des Kopfes bildet, liegt es dem Gehirn sehr nah, wodurch die Sinnesreize relativ schnell zum Gehirn weitergeleitet werden können. Die Augen liegen parallel, wodurch das dreidimensionale Sehen ermöglicht wird. Dasselbe gilt für die Ohren und das damit verbundene Hören. Durch die Nase wird nicht nur die Atemluft ein- und ausgeatmet, sie ist auch das Geruchsorgan des Menschen. Der Mund dient zur Kommunikation und Nahrungsaufnahme. Das Gesicht wird von feinen Muskeln durchzogen, wodurch der Mensch in der Lage ist, seine Gefühle durch die Mimik auszudrücken.

Wichtigste Erkrankungen

So vielseitig die Funktionen des Gesichts sind, so breit ist auch die Spanne der Krankheiten. Zu den meisten Erkrankungen in diesem Bereich zählen Hautkrankheiten wie etwa Akne, Rosacea oder Hautkrebs. Funktionsstörungen der Gehirnnerven haben oftmals eine völlige oder teilweise Lähmung der Gesichtsmuskulatur zur Folge. Auch andere Teile des Gesichts können von Erkrankungen betroffen sein. Die Funktion der Augen kann zum Beispiel durch grauen Star beeinträchtigt werden oder von Kurz- oder Weitsichtigkeit betroffen sein. Zu den häufigsten Ohrenerkrankungen gehören Entzündungen der Gehörgänge, Hörsturz und Tinnitus. Verletzungen des Gesichts, beispielsweise nach Unfällen, können für den Betroffenen Gewebsdefekte oder Entstellungen nach sich ziehen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.