Zur Förderung der Durchblutung

Gesundheitslexikon: Franzbranntwein

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6. September 2019 - 9:33 Uhr

Der Einsatz von Franzbranntwein

Franzbranntwein ist ein altes Haus- und Heilmittel, das sich seit Jahrhunderten bewährt hat. Es handelt sich bei dem Produkt um eine alkoholische Lösung, die auf die Haut aufgetragen wird und dadurch zahlreiche Beschwerden lindern kann.

Wie wirkt der Franzbranntwein?

Der Einsatz von Franzbranntwein hat sich bei vielen Beschwerden bewährt. Da er Schmerzen besonders rasch lindern kann. Gerade bei Ischialgien oder Verspannungen im Rücken hilft er schnell. Die erfrischende Wirkung des Menthols in Verbindung mit Alkohol schafft eine angenehme, sehr belebende und anregende Förderung der Durchblutung. Darüber hinaus profitiert auch die Muskulatur von diesem Effekt, da sie sich entkrampfen kann. Die Schmerzrezeptoren werden positiv beeinflusst und reagieren entsprechend. So werden Schmerzen, die zum Beispiel bei einem Muskelkater auftreten können, rasch gelindert. Die Wirkung einer Anwendung kann durchaus einige Tage lang anhalten.

Wann und wie wird Franzbranntwein eingesetzt?

Franzbranntwein hilft bei ganz unterschiedlichen körperlichen Problemen. Vor allem bei den folgenden Beschwerden hat sich der Einsatz des Mittels bewährt:

– Muskelschmerzen, Muskelkater

– Verspannungen

Prellungen

– Zerrungen

– Verstauchungen

– schlecht durchblutete Haut

– Gelenkschmerzen

Erkältungskrankheiten, die mit verstopfter Nase einhergehen

Franzbranntwein wird fast ausschließlich äußerlich angewendet. Die alkoholische Lösung wird auf die Haut aufgetragen, eingerieben und intensiv einmassiert. Darüber hinaus kann man ihn unter Umständen auch inhalieren oder ihn tröpfchenweise zu sich nehmen. Vor allem bei Erkältungskrankheiten kann diese Methode hilfreich sein. Kinder unter zwei Jahren sollten mit Franzbranntwein auf keinen Fall in Kontakt kommen.

Inhaltsstoffe, Verfügbarkeit und weitere Informationen

Im Franzbranntwein ist in erster Linie purer Alkohol enthalten. Zudem enthält er ätherische Öle meist aus Menthol und Campher, welche die Durchblutung fördern. Damit das Produkt einen frischen Duft verströmt, reichert man es zusätzlich mit unterschiedlichen Stoffen wie Ölen aus Latschenkiefer oder Fichtennadel an. Dadurch entwickelt sich beim Auftragen der typische Geruch. Franzbranntwein ist in Apotheken, aber auch in Drogerien und Supermärkten zu finden. Es gibt ihn in grüner und weißer Farbe. Wenn Sie nicht regelmäßig Sport treiben, kennen Sie folgendes Problem bestimmt: Bei einer Überanstrengung der Muskeln droht Muskelkater. Durch die Einreibung mit Franzbranntwein können Schmerzen vorgebeugt werden. Bei einer verstopften Nase, die durch einen grippalen Infekt verursacht wird, dient Franzbranntwein als Inhalationsmittel, das die Atemwege befreit.

Hat Franzbranntwein Nebenwirkungen? Gibt es Gegenanzeigen?

Franzbranntwein hat so gut wie keine Nebenwirkungen. Sehr selten kann es zu einer Reaktion der Haut kommen, die auf eine Überempfindlichkeit hindeutet. Wenn sich innerhalb des zu behandelnden Bereichs offene Wunden befinden, sollte man auf jeden Fall von einer Einreibung mit Franzbranntwein absehen. Bei längerer Anwendung mit Franzbranntwein besteht zudem die Gefahr, dass die Haut zu sehr austrocknet. Das ist dem hohen Alkoholgehalt geschuldet. Davon sind in den meisten Fällen ältere Menschen und bettlägerige Patienten betroffen, deren Haut sehr dünn und trocken ist. Diese sollten daher auf den Einsatz von Franzbranntwein verzichten. Altenpflegeheime verwenden aus diesem Grund generell keinen Franzbranntwein.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und ersetzt daher keine Beratung durch einen Arzt oder Apotheker. Auch Hausmittel können in falscher Anwendung oder Dosierung schwerwiegende Nebenwirkungen zur Folge haben. Lassen Sie sich deshalb in der Apotheke oder vom Arzt beraten.