Degenerative Veränderungen der Achillessehne

Gesundheitslexikon: Achillodynie

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28. März 2019 - 11:18 Uhr

Erkrankung der Achillessehne - die Achillodynie

Bei der Achillodynie handelt es sich um degenerative Veränderungen der Achillessehne. Die Ursachen für die Erkrankung, die mit großen Schmerzen einhergehen kann, sind vielfältiger Natur. Männer und Frauen jedes Alters können von einer Achillodynie betroffen sein. Sie gilt auch als typische Sporterkrankung.

Was ist eine Achillodynie?

Der Sammelbegriff bezieht alle pathologischen Veränderungen der Achillessehne ein. Die Achillodeynie lässt sich in drei Unterarten aufteilen: in die Peritendinitis, die Tendinose der Achillessehne und die Peritendinitis mit Tendinose der Achillessehne. Die erstgenannte Form definiert eine Entzündung des Sehnengleitgewebes. Die zweite Variante beschreibt einen degenerativen Abbau der Achillessehne. Die letzte Form ist die gravierendste - hierbei handelt es sich um eine Mischung der beiden Einzelformen.

Ursachen sind nicht vollständig geklärt

Die genaue Ursache, aus der eine Achillodynie resultiert, ist in der Schulmedizin bislang nicht vollständig geklärt. Klar ist aber, dass die meisten entzündlichen Fälle aus einer Über- oder Fehlbelastung durch Sport rühren. Durch die ungesunden Bewegungsabläufe kommt es zu minimalen Verletzungen in der Sehne, die sich zu örtlichen Entzündungen oder degenerativen Gewebeänderungen entwickeln können. Vor allem Sportarten, die mit einem großen Laufaufwand verknüpft sind, können das Krankheitsbild forcieren. Hierzu zählen beispielsweise Sprints, Langstreckenlauf, Tennis, Basketball oder Fußball. Doch auch das genaue Gegenteil - zu wenig Bewegung, kann die Achillodynie begünstigen. Diese kann dann infolge eines normalen Spaziergangs aufflammen.

Symptome: Nach dem Zwicken folgt der Schmerz

Die Achillodynie und ihre Begleiterscheinungen entwickeln sich meistens gemächlich. Es beginnt mit einem leichten Zwicken in der Fersenregion. Diese tritt insbesondere morgens (nach dem Aufstehen), nach ausgiebigen Sitzpausen oder zu Beginn einer sportlichen Aktivität ein. Im Laufe der Bewegung lassen die Anzeichen etwas nach. Im fortgeschrittenen Stadium kann sich das Zwicken zu einem starken Schmerz ausweiten, der auch in Ruhe- und Nachtphasen allgegenwärtig ist. Es kann zu einer Morgensteifigkeit im betroffenen Fußgelenk kommen. Seltener macht sich die Achillodynie auch optisch bemerkbar. Lokale Rötungen und Schwellungen sind möglich.

Diagnose einer Achillodynie

Besteht der Verdacht auf eine Achillodynie, führt der zuständige Arzt zunächst eine umfassende Befragung (Anamnese) durch. Insbesondere Sportlern werden konkrete Fragen zu Trainingsinhalten, Schuhwerk und möglichen Vorerkrankungen gestellt. Im Anschluss erfolgt die körperliche Untersuchung. Ein Blick- und Tastbefund kann den ersten Verdacht bestätigen. Auch Bewegungstests können durchgeführt werden. Um die genaue Form der Achillodynie herausfinden zu können, ist eine Ultraschalluntersuchung vonnöten. Degenerative Veränderungen lassen sich vor allem mit einer MRT-Untersuchung aufspüren. Hierbei können etwaige Risse in der Struktur betrachtet werden.

Behandlung je nach degenerativen Veränderungen

Die Form der richtigen Therapie richtet sich nach der Diagnose. Mit degenerativen Veränderungen muss anders als mit Entzündungen verfahren werden. Die Symptomatik, der Schmerz, kann mit schmerzlindernden Medikamenten und Salben behandelt werden. Wichtiger ist jedoch die Ausmerzung der Ursache, welche die Achillodynie hervorgerufen hat. Bei Überbelastungen sollte der Trainingsplan reduziert, bei Fehlbelastungen künftig auf einen physiologischen Bewegungsablauf geachtet werden. Bei Fehlstellungen können orthopädische Einlagen der Therapie dienen. Auch eine temporäre Ruhigstellung der Sehne kann hilfreich sein. In den seltensten Fällen - und nur bei einem chronischen Verlauf, kann eine Operation erforderlich werden.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.