Neues Gesetz gegen lahmes Internet

Bundesnetzagentur legt Messregeln fest

Mit der Breitbandmessung der Bundesnetzangentur kann jeder prüfen, ob die gebuchte Geschwindigkeit auch wirklich stimmt.
Mit der Breitbandmessung der Bundesnetzangentur kann jeder prüfen, ob die gebuchte Geschwindigkeit auch wirklich stimmt.
Robert Günther, picture alliance

Geld zurück bei Schneckentempo im Netz

Ab dem 13.Dezember können Kundinnen und Kunden Geld zurückfordern, wenn die gebuchte Internetleitung viel langsamer ist als versprochen. Nicht ganz klar war allerdings, wie in den eigenen vier Wänden konkret gemessen werden kann. Das gefühlte Schneckentempo reicht natürlich nicht aus. Heute hat die Bundesnetzagentur die Regeln festgelegt, auf deren Basis Verbraucherinnen und Verbraucher bei schlechtem Festnetz-Internet ihre Monatszahlungen kürzen können.

Messung mit Desktop-App „breitbandmessung.de“

Die Verfügung der Bundesnetzagentur sieht für das neue Minderungsrecht folgende Messregeln vor:

  1. Es müssen 30 Tests an drei unterschiedlichen Kalendertagen durchgeführt werden
  2. Für die Tests muss die Desktop-App „breitbandmessung.de“ genutzt werd
  3. Ein Test über W-Lan ist nicht möglich, für den Geschwindigkeitstest muss ein LAN-Kabel verwendet werden.

Ab dem 13. Dezember kann die Desktop-App „breitbandmessung.de“ mit den neuen Vorgaben genutzt werden.

Das neue Minderungsrecht stärkt die Position des Verbrauchers gegenüber dem Anbieter zwar erheblich. Dass allerdings nur mit einem LAN-Kabel gemessen werden kann, dürfte für viele Anwender eine Hürde darstellen. Denn viele neue Notebooks, Tablets und Smartphones verfügen über keinen eingebauten Netzwerkanschluss. Viele Haushalte müssen zusätzliche Hardware anschaffen, um richtig messen zu können. Dabei sind bereits viele Router in der Lage, die Geschwindigkeit des DSL-Anschlusses zu messen.

Gemindert werden kann, wenn an zwei von drei Messtagen die minimale Geschwindigkeit unterschritten wird. Die Internetanbieter müssen diese bei ihrem Angebot mit angeben.

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Aus Sicht von Verbraucherschützern versprechen die Firmen in ihrer Werbung zu viel. Das Minderungsrecht könnte dazu führen, dass Internetprovider realistischere Angaben machen oder mehr Einsatz zeigen, um Internetanschlüsse zu verbessern, so die Hoffnung der Verbraucherschützer. (dpa/aze)

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