Frontal-Crash bei Meerane

Geisterfahrer-Unfall auf der A4: 82-Jährige kracht in PKW - zwei Tote!

Geisterfahrerin (82) rast frontal in einen Audi Tödlicher Unfall
00:46 min
Tödlicher Unfall
Geisterfahrerin (82) rast frontal in einen Audi

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Auf der Autobahn 4 bei Meerane nahe der sächsisch-thüringischen Landesgrenze kam es am Mittwochvormittag zu einem schrecklichen Unfall. Nach Angaben der Polizei war eine 82-Jährige auf der Fahrbahn gen Dresden in verkehrter Richtung (Erfurt-Dresden) gefahren. Die Geisterfahrerin krachte frontal in einen entgegenkommenden Wagen. Die Rentnerin sowie der männliche Fahrer des anderen Pkw starben bei dem Unfall.

Nach Geisterfahrer-Unfall: A4 bei Meerane gesperrt

Die Geisterfahrerin wurde von mehreren Autofahrern gemeldet, doch das Unglück konnte nicht verhindert werden. Nach zehn Kilometern kam es zum Todes-Crash. Das Bild an der Unfallstelle sei verheerend, so die Polizei zu RTL.

Nach Angaben von Augenzeugen wurden durch die Wucht des Zusammenpralls die Motoren beider Fahrzeuge aus den Autos gerissen. Eines der Fahrzeuge hat sich überschlagen und lag am Rand der Autobahn. Für beide Personen kam jede Hilfe zu spät. Die Leichen mussten von Feuerwehrleuten mit schwerem Gerät aus den Wracks geholt werden. Auch ein Rettungshubschrauber kam zum Einsatz. Die genaue Identität des verunglückten Mannes war laut Polizei vorerst unklar.

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Nach Unfall auf A4: Bergung dauert Stunden

Die Autobahn wurde nach dem Unfall gesperrt und der Verkehr an der Anschlussstelle Schmölln abgeleitet. Gegen Mittag konnten die bereits im Stau stehenden Autofahrer ihre Fahrzeuge unter Polizeiaufsicht wenden und zur Abfahrt Schmölln zurückfahren. Die Bergung der Unfallfahrzeuge und die Reinigung der Fahrbahn würden noch mehrere Stunden dauern, erklärte die Polizeisprecherin.

Den Angaben zufolge laufen die weiteren Ermittlungen zum genauen Unfallhergang. Dazu seien Experten vor Ort. Zum Tempo der beiden Fahrzeuge konnte die Polizei noch keine Angabe machen. Mutmaßlich seien sie aber mit sehr hoher Geschwindigkeit auf der dreispurigen Strecke unterwegs gewesen, hieß es.

Erst wenige Tage vor Weihnachten hatte es auf der A38 in Nordthüringen eine ähnliche Tragödie gegeben. Ein 80-Jähriger war laut Polizei mit seinem Auto auf der nach Leipzig führenden Fahrbahn gefahren – allerdings in Richtung Göttingen. Er soll von einem Parkplatz in falscher Richtung auf die Autobahn gefahren sein. Nach drei Kilometern kam es zum Zusammenstoß mit einem anderen Wagen, in dem ein Mann und eine Frau saßen. Beide starben ebenso wie der 80-Jährige. (jaw/gfe mit dpa)