Thekla Wilkening hat sich mit ihrem Mann bewusst entschieden, damals: FÜR ihr Baby. Trotz Diagnose Trisomie 21 im fünften Monat. Heute ist Toni heute vier – nicht mehr wegzudenken.
„Vor allem entschleunigt es unser Leben halt ganz doll. Es ist viel langsamer. Sie entwickelt sich halt wirklich auch langsamer und ich genieße das total.“
Einen NIPT Test hat sie nicht gemacht. Der wird meist ab der zehnten Woche durchgeführt. Ein DNA-Bluttest, um Hinweise auf Chromosomenabweichungen zu finden, wie zum Beispiel Trisomie 21, umgangssprachlich bekannt als Down-Syndrom. Das Ergebnis: keine Diagnose, sondern ein Wahrscheinlichkeitshinweis.
Seit 2022 zählt der Test unter bestimmten Bedingungen zur Kassenleistung, doch er scheint mehr und mehr zur Regel zu werden – kritisieren Politiker aus fast allen Fraktionen. Sie wollen, dass ein Expertengremium die Kassenzahlung des Tests noch einmal hinterfragt.
„Welche Auswirkungen hat es denn, wenn mehr von diesen Tests gemacht werden, als wir ursprünglich gedacht haben, weil die zum Teil falsch positiv ausfallen und weil sie eben auch eine ethische Debatte verschieben können.“
Heißt: Der Test ist zwar genau, aber nicht immer richtig. Das kann zu folgenschweren Entscheidungen führen. Wilkening kann Frauen verstehen, die den Test durchführen wollen. Sie müssten sich dabei nur klar sein, wie sie mit dem Ergebnis umgehen.