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Ganze Kaffeebohnen bei Stiftung Warentest: Welche schmecken am besten?

Stiftung Warentest checkt Caffè Crema und Espresso

Ganze Kaffeebohnen im Test: Welche schmecken am besten?

Frisch gebrühter Kaffee vor Kaffeebohnen
Stiftung Warentest hat geprüft, welche Kaffeebohnen die beste Qualität liefern
www.imago-images.de, imago images/Shotshop, Antonio Gravante via www.imago-images.de

Gute Noten für günstige Discounter-Kaffeebohnen

„Ohne Kaffee? Ohne mich!“ – das ist das Motto der meisten Deutschen. Laut Statista trinken ihn 72 Prozent der Menschen hierzulande täglich, pro Kopf und Jahr sind es rund 150 Liter. Frisch gemahlen schmeckt er vielen am besten: Jedes dritte Kilo Kaffee wird in ganzen Bohnen verkauft. Stiftung Warentest hat jetzt 21 Produkte – sechsmal Espresso und 15-mal Caffè Crema –auf Qualität, Geschmack und mögliche Schadstoffe getestet. Dabei müssen sich günstiger Discounter-Kaffee nicht hinter teureren Marken verstecken.

Espresso und Cafè Crema: Was ist der Unterschied?

Ob ganze Kaffeebohnen als Crema oder Espresso über die Ladentheke gehen, unterscheidet lediglich die Röstdauer. Espressobohnen werden lange und dunkel geröstet, dadurch wird Säure abge­baut. Daraus gebrühter Espresso ist kräftig, hat starke Röst- und oft Schokonoten. Verwendet werden Bohnen der Sorte Arabica, oft gemischt mit Robusta – vor allem in Italien. Robusta enthält mehr Koffein und sorgt für kräftigen Geschmack. Das ist etwa bei Spezialitäten mit Milch wichtig. Bei den Espressobohnen im Test ragen zwei geschmack­lich heraus.

Crema-Bohnen sind hingegen oft heller geröstet als Espressobohnen. Sie bieten mehr Fruchtigkeit und Säure, ähneln damit im Geschmack Kaffees für Filter­zubereitung. Meist sind nur Arabica-Bohnen enthalten, die oft in höheren Lagen angebaut werden und säurearm sind, teils auch ein Robusta-Anteil. Im Test unterscheiden sich die Crema-Bohnen geschmack­lich wenig voneinander.

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Schädliches Acrylamid: Nur geringe Mengen

Getestet wurden bekannte Marken wie Eduscho, Lavazza, Melitta, Mövenpick und Tchibo, aber auch Handels­marken wie Aldi, Lidl oder Rewe. Die Preisspanne liegt zwischen acht und 34 Euro pro Kilo. Erfreulich: Gute Kaffee­bohnen gibt es viele, insbesondere zwei italienische können die Tester für den Espresso empfehlen. Der knapp vorneliegende Testsieger schneidet in der Verkostung sehr gut ab und liegt preislich im Mittel­feld. Zudem hat kein Produkt schlechter als „befriedigend" abgeschnitten.

Alle Kaffeebohnen im Test enthalten mindestens Spuren an krebsverdächtigem und erbgutschädigendem Acrylamid. Der Stoff entsteht bei der starken Erhitzung stärkehaltiger Lebensmittel und findet sich besonders in Backwaren, Kaffee und Kartoffelprodukten. Im Test wurde in den Produkten aber nur in sehr geringen Mengen nachgewiesen. Gleiches gilt für andere Schadstoffe.

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Kaffeebohnen: Die Testsieger

Beim Espresso überzeugen mit der Bestnote 1,0 in der Verkostung der „ Lavazza Espresso Italiano Cremoso "* (15 Euro pro Kilogramm, Gesamtnote 1,8) und der „ Segafredo Intermezzo "* (9 Euro, Note 1,9). Auch der „Eduscho Gala Espresso" (12 Euro, Note 2,0) ist sehr gut im Geschmack.

Die Caffè-Crema-Bohnen unterscheiden sich geschmacklich wenig voneinander. Sie sind alle „gut". Knapp vorn und dazu in Bio-Qualität oder mit Nachhaltigkeitssiegel: „ Netto Marken Discount Cafèt Caffè Crema Barista "* und „Aldi Nord Moreno" (je 8 Euro, 2,0 beziehungsweise 2,1 ) sowie der „Speicherstadt Kaffee" für 27,60 Euro.

Alle Ergebnisse finden Sie auf der Website von Stiftung Warentest. (xwi/rka)

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