Die Technik zeigt die Wahrheit

Treffer gegen Uruguay: War Ronaldos Torjubel ein großer Fake?

Zu viel für sein Ego: Ronaldo feiert sein "Nicht-Tor" Die Highlights des 9. WM-Tages
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Die Highlights des 9. WM-Tages
Zu viel für sein Ego: Ronaldo feiert sein "Nicht-Tor"

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Dieses Tor bleibt uns allen im Gedächtnis! Portugals Superstar Cristiano Ronaldo (37) jubelte schon wie ein Weltmeister, als er die vermeintliche 1:0-Führung gegen Uruguay schoss – die Szene sehen Sie oben im Video. Lange war jedoch unklar, wer nun tatsächlich den Treffer erzielt hat, Ronaldo oder Flankengeber Bruno Fernandes? Doch jetzt ist die Sache eindeutig!

Adidas gibt Einblicke in offizielle Messungen

Die Auswertung der Sensor-Technologie im offiziellen Spielball spricht klar gegen den Stürmer, der vor kurzem seinen Vertrag bei Manchester United aufgelöst hatte. Adidas-Sprecher Oliver Brüggen erklärte am Dienstag, mit der Technik im offiziellen Spielball sei „definitiv kein Ballkontakt“ von Ronaldo festgestellt worden, als dieser die Hereingabe von Fernandes verpasste. Der Sensor im Inneren des Balls ermögliche eine sehr genaue Analyse. „Es konnte keine externe Kraft auf den Ball gemessen werden“, so Brüggen. Er verwies auf das Fehlen des „Herzschlags“ in den Messungen, was in einer Grafik auch erkennbar sei.

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Der Nationalmannschafts-Kapitän, ausgestattet mit einem wahrlich großen Ego, sah das natürlich anders. Mit seinen Gesten nach dem Treffer machte Ronaldo allen im Stadion und vor dem Fernseher klar, den Ball noch mit dem Kopf weitergelenkt zu haben. Das sagte er nach dem Spiel auch zu Fernandes, der von der FIFA offiziell als Torschütze anerkannt wurde.

Noch ein Treffer zum nächsten WM-Rekord

Für Ronaldo ist der fehlende Treffer doppelt bitter: Bei seinem zehnten großen Turnier in Serie und seiner fünften WM will der 37-Jährige nicht nur seinen letzten noch fehlenden internationalen Titel erobern – er will sich auch möglichst oft in die Geschichtsbücher eintragen. Mit seinem Elfmeter-Tor zum Auftakt gegen Ghana gelang ihm dies, damit ist Ronaldo der erste Spieler, der bei fünf verschiedenen Weltmeisterschaften getroffen hat. Portugals WM-Torrekord von Eusebio mit neun Treffern verpasste er nun allerdings vorerst ganz knapp – um Millimeter, um genau zu sein.

Doch mindestens zwei WM-Spiele hat Ronaldo nach dem Achtelfinal-Einzug nun noch, um sich zum großen Star des Turniers zu schießen. Der bislang herausragende Kylian Mbappé, der verletzte Neymar sowie Lionel Messi und Robert Lewandowski, die sich am Mittwoch gegenseitig aus dem Turnier befördern könnten, dürften die größten Rivalen sein. (jlu/dpa)