Neuer Sheriff in der Stadt!

Radelnder Umweltranger Merlin sorgt für Sauberkeit auf Fuldas Straßen

09. August 2021 - 17:54 Uhr

Schluss mit einer vermüllten Stadt!

Einfach mal die Wohnung oder das Haus entrümpeln und dann den ganzen Sperrmüll auf die Straße stellen, bis er abgeholt wird. Gerade in der Corona-Pandemie haben viele Menschen die Zeit genutzt und sich von vielen Dingen getrennt. Doch da gibt es ein Problem: Kühlschränke, Lebensmittel oder Baumaterialien haben auf dem Sperrmüll nichts zu suchen – so auch in Fulda. Nachdem sich auch schon die Bürger über riesige Sperrmüllberge beschwert haben, sorgen nun drei Umweltranger wieder für Ordnung in der Stadt. Warum Müll nicht gleich Müll ist – im Video.

Ist das Sperrmüll oder muss das weg?

Merlin Logaida ist einer der drei Umweltranger, die seit einigen Monaten in Fulda im Einsatz sind. Und oft wird er bei seinen Touren mit dem E-Bike auch fündig: ein Kanister mit Ölresten, ein Geschirrspüler, Biomüll – all das hat nichts auf dem Sperrmüll verloren. Doch wie findet man heraus, wem der Müll gehört? "Bei Einfamilienhäuser kann man klingeln und Bescheid geben, in Mehrfamilienhäusern fühlt sich aber oft keiner zuständig", so Umweltranger Merlin Logaida. In solch einem Fall ist es dann die Aufgabe des Vermieters, sich um die Entsorgung zu kümmern.

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Fazit: Die Lage ist unter Kontrolle!

Die Sperrmüll-Entsorgung ist ein kompliziertes Thema, manchmal wird aus Versehen etwas falsch entsorgt, manchmal aber auch absichtlich. In Fulda gilt folgende Regel: Sessel, Koffer und Matratzen sind erlaubt, Waschmaschine, Lebensmittel und Baumaterialien nicht. Wenn nach der Abfuhr immer noch viele Reste herumliegen, macht der Umweltranger die Betroffenen erneut darauf aufmerksam. Wer nicht reagiert, dem droht ein Bußgeld. Und das Konzept geht auf: Seitdem die Ranger auf ihren E-Bikes für Ordnung sorgen, ist auch Fulda wieder sauberer. (dgö)

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