Reihenweise Absagen

Hamburger Friseure: Testpflicht schreckt Kunden ab

Friseur schneidet Frau die Haare.
Friseur schneidet Frau die Haare.
© dpa, Roland Schlager, rs bsc

09. April 2021 - 18:10 Uhr

Testpflicht vor Friseurbesuch führt zu vielen Absagen

Vor Kurzem gab es noch einen regelrechten Ansturm auf die Friseursalons als sie nach langer Pause endlich wieder öffnen durften. Seit Dienstag ist in Hamburg eine gegenteilige Entwicklung zu beobachten: Immer mehr Kunden sagen den Friseurtermin ab – die vom Senat neu eingeführte Testpflicht ist schuld.

Friseurmeister: "Die ganzen Absagen kosten Geld."

Viele Friseure hätten gehofft, im April finanziell wieder was aufholen zu können, so Birger Kentzler, Obermeister der Friseur-Innung Hamburg, im RTL Nord Interview. Doch die neu eingeführten Auflagen mit der Testpflicht sind für viele Friseure eine Herausforderung. Kentzler schätzt, dass ein Viertel bis die Hälfte aller Termine momentan verschoben oder abgesagt werden: "Und die ganzen Absagen kosten letztendlich Geld."

Mehraufwand für den Kunden - aber machbar

Riza Tanriver ist Inhaber des Salons Engelslocke in der Sternschanze in Hamburg. Er informiert seine Kunden vorab über die neue Testpflicht. Und eigentlich ist die neue Verordnung auch nicht kompliziert: Kunden brauchen entweder einen Schnelltest, der nicht älter als 12 Stunden ist, oder einen PCR-Test, welcher höchstens 48 Stunden alt sein darf. Außerdem gibt es die Möglichkeit sich direkt vor dem Friseursalon testen zu lassen, vorausgesetzt, ein Mitarbeiter ist dafür ausgebildet.

Tanriver möchte eine Angestellte demnächst auch ausbilden lassen, um den Friseurbesuch seiner Kunden noch einfacher zu machen: Dann würde der Termin 15 bis 20 Minuten länger dauern. Dann verlässt man den Friseur aber nicht nur mit gemachten Haaren, sondern auch mit der Gewissheit, kein Corona zu haben.

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