Demo-Aktion in Frankfurt

Umweltaktivisten protestieren gegen "greenwashing"

Ordentlich Dampf: Die Aktivisten ließen es vor dem Euro-Zeichen in der Frankfurter City nicht an Symbolik fehlen.
Ordentlich Dampf: Die Aktivisten ließen es vor dem Euro-Zeichen in der Frankfurter City nicht an Symbolik fehlen.
© AP, Michael Probst, PRO

12. Januar 2022 - 10:04 Uhr

Aktivisten: "Erdgas ist ein CO2-Treiber!"

Umweltaktivisten haben am Dienstag in Frankfurt gegen einen Vorschlag der EU-Kommission protestiert, Atomenergie und Erdgas als nachhaltig einzustufen. "Erdgas ist ein CO2-Treiber - das als nachhaltig zu deklarieren, macht uns wütend", sagte Hanna Fischer, Sprecherin des "Koala-Kollektiv".

Symbolische Atomfässer auf dem Willy-Brandt-Platz

11.01.2022, Hessen, Frankfurt/Main: Aktivisten des «Koala Kollektiv» demonstrieren vor der Euro-Skulptur in der Frankfurter Innenstadt gegen Greenwashing von Atomenergie und Erdgas durch die Taxonomie der EU. Fässer wurden von den Aktivisten mit grün
Protestaktion "KoalaKollektiv" in Frankfurt am Main
© dpa, Arne Dedert, ade jai

Die Demonstranten warfen der EU "Greenwashing" vor und unterstrichen mit grünen Nebelschwaden und symbolischen Atomfässern unter dem "Euro"-Zeichen in der der Frankfurter Innenstadt, dass die Risiken durch Atomkraft auf diese Weise verschleiert würden.

+++ Weitere Nachrichten und Videos aus Frankfurt +++

Zusammen mit Vertretern anderer Umweltgruppen forderten sie die Bundesregierung auf, im EU-Ministerrat gegen den Vorschlag der EU-Kommission zur sogenannten Taxonomie zu stimmen und die geplante Klage Österreichs und Luxemburgs zu unterstützen.

Ein Vorschlag der EU-Kommission sieht vor, dass Investitionen in neue Atomkraftwerke als grün klassifiziert werden können, wenn sie neuesten Standards entsprechen und ein konkreter Plan für die radioaktiven Abfälle vorgelegt wird.

VIDEO-TIPP: Bundesumweltministerin Lemke im "Frühstart" – "Atomkraft ist nicht nachhaltig"

Investitionen in neue Gaskraftwerke sollen insbesondere auf Wunsch Deutschlands übergangsweise ebenfalls als grün eingestuft werden können. Über den Vorstoß wird seit Tagen heftig diskutiert

(dpa)