Demo-Aktion in Frankfurt

Umweltaktivisten protestieren gegen "greenwashing"

Environmental activists of Greenpeace and the "Koala Kollektiv" protest against the European Union's greenwashing of nuclear energy under the Euro sculpture in Frankfurt, Germany, Tuesday, Jan. 11, 2022. (Photo/Michael Probst)
Ordentlich Dampf: Die Aktivisten ließen es vor dem Euro-Zeichen in der Frankfurter City nicht an Symbolik fehlen.
PRO, AP, Michael Probst

Aktivisten: "Erdgas ist ein CO2-Treiber!"

Umweltaktivisten haben am Dienstag in Frankfurt gegen einen Vorschlag der EU-Kommission protestiert, Atomenergie und Erdgas als nachhaltig einzustufen. "Erdgas ist ein CO2-Treiber - das als nachhaltig zu deklarieren, macht uns wütend", sagte Hanna Fischer, Sprecherin des "Koala-Kollektiv".

Symbolische Atomfässer auf dem Willy-Brandt-Platz

11.01.2022, Hessen, Frankfurt/Main: Aktivisten des «Koala Kollektiv» demonstrieren vor der Euro-Skulptur in der Frankfurter Innenstadt gegen Greenwashing von Atomenergie und Erdgas durch die Taxonomie der EU. Fässer wurden von den Aktivisten mit grün
Protestaktion "KoalaKollektiv" in Frankfurt am Main
ade jai, dpa, Arne Dedert

Die Demonstranten warfen der EU "Greenwashing" vor und unterstrichen mit grünen Nebelschwaden und symbolischen Atomfässern unter dem "Euro"-Zeichen in der der Frankfurter Innenstadt, dass die Risiken durch Atomkraft auf diese Weise verschleiert würden.

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Zusammen mit Vertretern anderer Umweltgruppen forderten sie die Bundesregierung auf, im EU-Ministerrat gegen den Vorschlag der EU-Kommission zur sogenannten Taxonomie zu stimmen und die geplante Klage Österreichs und Luxemburgs zu unterstützen.

Ein Vorschlag der EU-Kommission sieht vor, dass Investitionen in neue Atomkraftwerke als grün klassifiziert werden können, wenn sie neuesten Standards entsprechen und ein konkreter Plan für die radioaktiven Abfälle vorgelegt wird.

VIDEO-TIPP: Bundesumweltministerin Lemke im "Frühstart" – „Atomkraft ist nicht nachhaltig“

Investitionen in neue Gaskraftwerke sollen insbesondere auf Wunsch Deutschlands übergangsweise ebenfalls als grün eingestuft werden können. Über den Vorstoß wird seit Tagen heftig diskutiert

(dpa)

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