Es sieht aus wie Werbung

Frankfurt: Plakate kritisieren Polizeiverhalten

Plakate sehen aus wie Werbung, dabei kritisieren sie Polizeiverhalten.
Plakate sehen aus wie Werbung, dabei kritisieren sie Polizeiverhalten.
© RTL, Benjamin Holler

07. Mai 2021 - 17:32 Uhr

Protestplakate in Frankfurt aufgetaucht

Sie wirken wie Werbeplakate aber eigentlich handelt es sich bei den Aushängen um Polizeikritik. Nach der Festnahme des vermutlichen Verfassers in der NSU-2.0-Drohmail-Affäre sind Protestplakate in Frankfurt aufgetaucht.

Auf Fehlverhalten im Jahr 2019 zurückzuführen

"Alle 17 Minuten ruft ein Polizist Daten von Helene Fischer ab", heißt es auf dem Plakat in der Zobelstraße in Frankfurt. "Testsieger in der Kategorie illegale Datenabfrage und Zusammenstellen von Feindeslisten", wird weiter unten ergänzt. Die Plakate spielen auf eine Aktion aus dem Jahr 2019 an. Damals hatte der damalige Landespolizeipräsident Udo Münch im Innenausschuss des Landtags zugegeben, dass durch eine Personenabfrage im Polizeisystem ohne erkennbares Motiv Polizisten versuchten, mehr über die Sängerin zu erfahren.

Poster werden bald entfernt

Bei dem Plakat handele es sich um keinen regulär gebuchten Auftrag, erklärte der Vermarkter Ströer auf Nachfrage des hr. Man lasse die Poster deshalb entfernen. Bei Twitter bekannte sich das Künstlerkollektiv "Dies Irae" zu der Plakataktion.
Sie sind schon öfter im Zusammenhang mit sogenannten Adbustern aufgetreten. Dabei handelt es sich um verfremdete oder umgestaltete Werbung, die so eine politische oder gesellschaftskritische Botschaft verbreitet.

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