Achterbahnfahrt für Medizin-Studenten in Frankfurt

Erst Absage für zugesagten Studienplatz - jetzt dürfen die angehenden Ärzte wieder hoffen

Hörsaal
Doch noch grünes Licht für den Weg in den Hörsaal? Die Goethe-Universität reagiert auf die Beschwerden und Klagen der abgewiesenen Bewerber. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
deutsche presse agentur

Eine Achterbahnfahrt für angehende Medizin-Studenten an der Frankfurter Goethe-Universität: Im August bekamen 251 Bewerber für den Studiengang Medizin und 31 Bewerber für Zahnmedizin zunächst eine Zusage, die aber einen Tag später wieder zurückgenommen wurde. Jetzt teilt die Universität mit, dass alle Studenten doch noch ihren Wunschstudienplatz erhalten. Auch andere Hochschulen in Deutschland springen nun ein, um dem dringend notwendigen Mediziner-Nachwuchs auszubilden.

Betroffene bekommen individuelle Ersatzangebote

Aufatmen für die Bewerber: Die Absage, die Folge eines Zulassungsfehlers im System der Uni Frankfurt war, ist nun aufgehoben. Am 21. September werden die Betroffenen individuell per Bescheid informiert. Bundesweit hätten sich Hochschulen gemeldet, die den enttäuschten Kandidaten einen noch unbesetzten Studienplatz anbieten können.

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Abgewiesene Studenten saßen teilweise schon in Kursen

Die Goethe-Universität hat den Betroffenen der Angebotsgruppe bereits vergangene Woche angeboten, an den in dieser Woche gestarteten Vorbereitungskursen für Medizin in Frankfurt teilzunehmen, um den Betroffenen einen möglichst reibungslosen Einstieg zu bieten.

Vom 20. bis 23.9. wird bei den Betroffenen durch die Stiftung für Hochschulzulassung abgefragt, ob und wenn ja, mit welchen ihrer ursprünglichen Anträge sie am nachgestellten Nachrückverfahren teilnehmen möchten. Die Bewerber können somit einen Platz für den Studiengang Medizin oder einen anderen Wunschstudiengang erhalten.

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Uni-Präsident sieht "Licht am Ende des Tunnels" für alle Bewerber

Universitätspräsident Prof. Dr. Enrico Schleiff sieht damit ein Happy End in der schwierigen Situation: „Ich bin erleichtert und froh gleichermaßen, dass wir (...) eine konkrete Lösung anbieten können, das den jeweiligen Wunschkonstellationen am nächsten kommt. In den letzten Wochen haben wir, und damit meine ich die Kolleginnen und Kollegen der Stiftung für Hochschulzulassung, der Universitäten und der Ministerien der Länder, enorme Anstrengungen unternommen, ein solches Verfahren rechtssicher und fair aufzubauen und umzusetzen.“ Auch er habe sich eine schnellere Lösung gewünscht, aber hoffe, dass die Betroffenen jetzt mit dem „Licht am Ende des Tunnels“ ihr Studium aufnehmen und auf ihrem Lebensweg weitergehen können. (dpa/gmö)