RTL News>

Frankfurt: Drogenfreies Bahnhofsviertel dank Säulen-Modell?: Dealer sollen härter bestraft werden

Gewalt, Prostitution, Elend

Drogenfreies Bahnhofsviertel dank Säulen-Modell?: Dealer sollen härter bestraft werden

Drogenfreies Bahnhofsviertel dank Säulen-Modell? Härtere Str Gewalt, Prostitution, Elend

30 weitere Videos

Die Situation im Frankfurter Bahnhofsviertel ist seit längerer Zeit angespannt – besonders für Dealer und Drogenabhängige. Die Polizei und die Justiz wollen Dealer schneller aus dem Verkehr ziehen und haben 2020 das sogenannte „Drei-Säulen-Modell“ erarbeitet. Dealer, die nach kürzester Zeit wieder auf freiem Fuß sind: Das soll es mit dem Modell künftig nicht mehr geben. Die Polizei, Staatsanwaltschaft und Justiz rücken näher zusammen, um gemeinsam gegen das Drogengeschäft zu kämpfen.

Möglichst schnelle Gerichtsverhandlungen

Dealer festnehmen und nach kürzester Zeit wieder entlassen – frustrierender Alltag für die Polizei im Frankfurter Drogenmilieu. Um dem entgegenzuwirken, haben die Behörden in den vergangenen zwei Jahren ein sogenanntes „Drei-Säulen-Modell“ ausgearbeitet. Das Modell unterliegt neuen rechtlichen Rahmenbedingungen: das Einziehen von Drogengeld und möglichst schnelle Gerichtsverfahren. Das Ziel? Mehr Druck bei den polizeibekannten Dealern auslösen. Neben dem Geldeinzug können Täter innerhalb einer Woche verurteilt werden.

Gewalt, Prostitution und sichtbares Elend sind die größten Probleme des Bahnhofsviertels und nicht zuletzt durch Corona verstärkt. Mit dem neuen Modell konnten bereits 100 Verfahren gegen Dealer angestoßen werden. Ein erster Erfolg.

Er kennt sich im Bahnhofsviertel aus

Ulrich Mattner ist Fotograf und Journalist im Frankfurter Bahnhofsviertel. Im RTL-Interview erzählt er, wie er die Lage im Viertel aktuell einschätzt.

Auf rund 5000 Menschen schätzt die Stadt die Drogenszene und solange die Nachfrage besteht, wird der Drogenhandel nicht aufhören. (hdi)

Journalist des Bahnhofviertels über aktuelle Lage Er spricht klartext

30 weitere Videos