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Frankfurt a.M.: Bei Autoabmeldung gibt's Gratis-ÖPNV-Tickets!

Tausche PKW gegen Gratis-Ticket

Steigen Frankfurts Autofahrer bald auf Bus und Bahn um?

Umweltschonender Anreiz für Frankfurts Autofahrer Gratis-Ticket statt PKW
02:17 min
Gratis-Ticket statt PKW
Umweltschonender Anreiz für Frankfurts Autofahrer

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RMV statt PKW – MFG von der SPD: Nein, das ist keine Liedzeile von den Fantastischen 4. Wir klären auf: Frankfurts Stadtverordnete Lino Leudesdorff und Simon Witsch versprechen jedem Bürger der Mainmetropole ein kostenloses Jahresticket für den Rhein-Main-Verkehrsverbund, wenn sie ihr altes Auto abmelden und PKW-frei bleiben. Ein vielversprechendes Angebot oder ein fauler Tausch? Mehr zum möglichen Wandel auf den Straßen von Mainhattan sehen Sie im Video.

Auto stehenlassen und auf Bus und Bahn umsteigen - ein Option für Sie?

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SPD: Gratis-Bus- und Bahnticket ist "Einstiegsdroge"

Das klingt doch zunächst einmal nach einem fairen Deal zum Spritkosten sparen – und dann dient er auch noch der Umwelt: Jeder, der in Frankfurt sein Auto abmeldet, bekommt ein Jahresticket für den öffentlichen Nahverkehr im Wert von ca. 900 Euro. Das soll jetzt ab 2023 ein Jahr lang getestet werden. SPD-Stadtverordneter Lino Leudesdorff blickt diesem Test sehr optimistisch entgegen: "Für uns ist es eine Art Einstiegsdroge: Wer’s einmal ausprobiert hat, wer sich dran gewöhnt hat, der bleibt dabei. Das kennen wir von den Bahncards der Deutschen Bahn. Das kann gut funktionieren und in anderen Städten hat man das auch schon ausprobiert." Vorbild ist Barcelona – und auch Darmstadt ist wortwörtlich schon auf den Zug aufgesprungen. Ab dem 1. September 2022 gilt in der südhessischen Stadt: Wer sein Auto abmeldet, darf drei Monate kostenlos das „Klimaticket“ nutzen.

Ist der Tausch ein fauler Deal?

Nicht nur aufgrund des kurzen Zeitraums gibt es in Darmstadt Kritiker. Und auch in Frankfurt fragen sich viele: Wie fair ist das Angebot? Was ist mit denen, die schon länger kein Auto mehr besitzen oder die auf das Auto aufgrund fehlender Verbindungen in ländliche Bereiche angewiesen sind? SPD-Stadtverordneter Simon Witsch glättet die Wogen: „Wir wollen was für die Umwelt tun, ohne was zu verbieten. Wie bei vielen Förderungen etwa für Rentner oder Studis betrifft das nicht alle, aber es nimmt auch niemandem etwas weg."

Derzeit sind in Frankfurt 400.000 Autos angemeldet – im kommenden Jahr werden es sicher einige weniger sein…(xsh/fbr/gmö)